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Sportentwicklung: VDTT Trainermentoring-Projekt

Halbzeit-Bilanz: Zwischenstand lässt hoffen

Anfang dieses Jahres startete ein Versuch, der den Mitgliederschwund im Deutschen Tischtennisbund (DTTB) womöglich dauerhaft stoppen könnte. So zumindest die Hoffnung der Initiatoren des VDTT und besonders der drei Mentoren Bernd Krey, Sigi Holzknecht und Manfred Muster. Unterstützt und finanziert von den Landesverbänden aus Baden-Württemberg und Bayern, versuchen die Mentoren mit einem vorher genau definierten und überschaubar-praktikablen Aufwand die Jugendabteilungen verschiedener Vereine wieder mit mehr Leben - und vor allem mehr Mitgliedern - zu füllen. Hierfür sind in einem Jahr drei bis vier Hospitationen, drei Demonstrationstrainings und vor allem intensive Trainergespräche geplant, und nun auch schon in großem Stil durchgeführt worden.

Es zeigte sich, wie erst kürzlich in einer Videokonferenz mit u. a. Florian Wäsch (Vizepräsident BTTV) und Thomas Walter (Geschäftsführer TTBW) berichtet, dass neben gezielten Mitglieder-Anwerbeaktionen auch Fragen der Trainingsorganisation und des Vereinsmanagements von Bedeutung sind. Fragen der Trainingsinhalte (freud- aber gleichzeitig leistungsorientiert) und der Methodik gesellen sich hinzu.

Bernd Krey (Projektleiter) ist es gelungen, bei seinen vier Vereinen in Baden-Würtemberg bereits weitgehende Veränderungen zum Besseren durchzuführen. Ein Verein ist top, ca. 20 Mitglieder und ein Trainingstag mit zwei Gruppen wurden dazu gewonnen; es existiert ein engagiertes Trainerteam. Ein anderer Verein ist noch ganz am Anfang, hat aber aufgrund von Schulaktionen schon einen Mitgliederzuwachs von vier Jugendlichen erreicht. Beim dritten Verein starb der alles entscheidende Jugendtrainer überraschend im Frühjahr im Alter von 72 Jahren. Hier geht es nun darum, den Status Quo mit anderen Kräften zu halten. Der vierte Verein ist eher unorganisiert und wild, hier geht es darum, Struktur und Organisation in den Verein zu bringen.  Sigi Holzknecht betreut offiziell mit dem ASV Hegge nur einen Verein, inoffiziell (bei ehrenamtlichem Einsatz) sind aber durch sein Engagement noch weitere vier Vereine hinzugekommen. Hieran zeigt sich, dass auch die Mentorentätigkeit selbst ausgesprochen befriedigend sein kann. Bei fast allen Vereinen konnte Sigi Holzknecht schon jetzt erreichen, dass mini-Meisterschaften durchgeführt wurden, woraufhin sich die Mitgliederzahlen deutlich erhöht haben oder absehbar erhöhen werden. Außerdem konnte Sigi Holzknecht viele Trainer aus den fünf betreuten Vereinen dazu motivieren, einen Co-Trainer-Lehrgang zu besuchen.

Manfred Muster hinkt mit seinem Verein Rot-Weiß Klettham noch etwas hinterher, da sein Projekt zum spätesten Zeitpunkt begonnen hat. Begleitend zu seinen Hospitations- und Demonstrationsstunden wurden allerdings schon umfangreiche Trainingskonzepte von ihm entwickelt. Auch in Klettham steht die Mitgliedergewinnung im Vordergrund. 

Wenn am Ende des Projekts „abgerechnet“ wird, soll anhand wissenschaftlicher Begleitung gezeigt werden, dass eine Umkehr der Negativentwicklung bei den Mitgliederzahlen im DTTB möglich ist. Die Mentoren, nicht zuletzt Projektleiter Bernd Krey, sind zuversichtlich, dass dies gelingen wird. Außerdem haben sich die Verantwortlichen bereits mit einem zentralen Problem des Projekts, das für die Zukunft entscheidend sein kann, befasst und Lösungsvorschläge entwickelt: Der Frage, wie künftig geeignete Mentoren gesucht und gefunden werden können.

Bericht: Manfred Muster

Anmerkung von TTBW-Seite: Das Projekt wird von Verbandsseite durch persönlichen Einsatz unterstützt, für die Finanzierung konnte die Kontakt Stiftung gewonnen werden.

gez. Thomas Walter

 

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