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Tischtennis Baden-Württemberg (TTBW) e. V.

Geschichte, Struktur, Organisation und Aufgaben

Gründung

Tischtennis Baden-Württemberg (TTBW) entstand am 1.01.2020 aus einer Fusion zwischen dem Tischtennisverband Württemberg-Hohenzollern (TTVWH) und dem Südbadischen Tischtennisverband (SbTTV). Zuvor hatten die Mitgliedervertretungen bei den jeweiligen Verbandstagen im Juni 2019 mit großer Mehrheit für diese Fusion gestimmt. Der Badische Tischtennisverband (BaTTV) und seine Delegierten sprachen sich zu diesem Zeitpunkt mit einer Mehrheit von 63 % für einen Beitritt aus, jedoch nicht mit der laut Satzung erforderlichen Prozentzahl von 80 %.

TTBW ist Mitglied im Deutschen Tischtennis-Bund (DTTB).

Struktur

TTBW ist in 12 Bezirke unterteilt, die wiederum in 3 Regionen gegliedert sind:

Region Nord: Heilbronn, Hohenlohe, Ludwigsburg, Stuttgart-Rems

Region Süd-Ost: Alb-Neckar, Neckar-Fils, Oberschwaben, Ostwürttemberg

Region Süd-West: Böblingen-Schwarzwald, Mittelbaden, Schwarzwald-Neckar-Bodensee, Südbaden,

Insgesamt gehören rund 74.692 Mitglieder sowie 52.950 Spielberechtigte zu TTBW (Stand: September 2026).

Organisation

Die 936 Vereine und 12 Bezirke sind zum Großteil ehrenamtlich organisiert. Die Geschäftsstelle von TTBW in Stuttgart ist hauptamtlich mit 5 Mitarbeitern besetzt und unterstützt die ehrenamtliche Arbeit auf Verbands-, Bezirks- und Vereinsebene. Für das Bestehen und den Fortschritt von TTBW sind im Ehrenamt das Präsidium sowie die verschiedenen Haupt- und Fachausschüsse (siehe "Resorts") tätig.

Aufgaben

  • Gewinnung und Bindung von Mitgliedern
  • Organisation des Wettkampfsports (Mannschafts- und Einzelsport)
  • Sportentwicklung und Freizeitsport
  • Nachwuchsförderung
  • Traineraus- und -fortbildung
  • Öffentlichkeitsarbeit (nach außen und innen)
  • Finanzierung des Verbandes
  • Gremienarbeit (intern und in den Dachorganisationen DTTB, LSV, WLSB und BSB Freiburg)

Zur Erfüllung seiner Aufgaben verfügt TTBW über verschiedene Organe, die die Arbeit des Verbandes steuern und die Interessen der Mitgliedsvereine vertreten.

Der Landesverbandstag ist das oberste Organ von TTBW und findet alle zwei Jahre statt. Er setzt sich aus den Delegierten der Bezirke, den Mitgliedern des Landesverbandsausschusses, den Mitgliedern der Verbandsgerichte sowie den Ehrenmitgliedern zusammen. Zu seinen wichtigsten Aufgaben gehören die Wahl des Präsidiums, die Beschlussfassung über Satzungsänderungen, die Entlastung der Verbandsführung sowie grundlegende Entscheidungen zur zukünftigen Ausrichtung des Verbandes.

Zwischen den Landesverbandstagen übernimmt der Landesverbandsausschuss eine zentrale Rolle bei der Verbandsarbeit. Er setzt sich aus den Mitgliedern des Präsidiums, den Bezirksvorsitzenden und den Ressortleitern zusammen. Der Landesverbandsausschuss berät aktuelle Themen des Verbandes und beschließt Änderungen von Ordnungen. Dadurch stellt er die kontinuierliche Weiterentwicklung und Handlungsfähigkeit des Verbandes sicher.

Übersicht erstellt von TTBW

 

Tischtennis Baden-Württemberg (TTBW) - am 1.01.2020 entstanden aus dem TTVWH und dem SbTTV

A. Geschichte des Tischtennisverbandes Württemberg-Hohenzollern (TTVWH)

1. Anfänge des Tischtennissports (ab ca. 1930)

  • Erste Tischtennisvereine in Württemberg entstanden um 1930 (z. B. TTC Heilbronn, Stuttgarter Kickers).
  • Ein organisierter Spielbetrieb entwickelte sich, wurde jedoch im Zweiten Weltkrieg unterbrochen (bis 1944).

2. Neubeginn nach dem Krieg (1945–1951)

  • Nach 1945 entstanden zwei getrennte Verbände:
    • Württembergischer Verband (gegründet am 26. Mai 1946) 
    • Südwürttemberg‑Hohenzollern (ab 1947) 
  • Der württembergische Verband entwickelte sich über mehrere Stationen:
    • 1947: „Fachgruppe Tischtennis“
    • 1948: „Württembergischer Tischtennis-Verband (WTTV)“ 
  • Zusammenschluss der beiden Verbände:
    • 6. Januar 1951 in Sigmaringen
    • 22. Juli 1951: Einführung des Namens
      ➜Tischtennis-Verband Württemberg‑Hohenzollern (TTVWH) 

3. Aufbau und Wachstum (1950er – 1980er)

  • Zunächst Einteilung in 8 Bezirke, ab 1956 stabile Struktur mit 15 Bezirken. 
  • Entwicklung eines organisierten Ligensystems (Landesliga, später Oberliga etc.). 
  • Starker Mitgliederzuwachs und Ausbau des Spielbetriebs. 
  • Förderung des Nachwuchses und Integration von Tischtennis in den Schulsport. 
  • Professionalisierung:
    • 1971 erster Verbandstrainer (Günter Stierle) 

4. Entwicklungen ab den 1990er Jahren

  • Versuche einer Fusion aller drei baden‑württembergischen TT‑Verbände (Baden, Südbaden, Württemberg-Hohenzollern). 
  • Erste gemeinsame Meisterschaften (1995), aber: 
    • Zusammenschluss scheiterte zunächst am Widerstand des Südbadischen TTV.

5. Ende des TTVWH und Fusion (2019/2020)

  • 29. Juni 2019: Beschluss zur Fusion mit dem Südbadischen TTV (Verbandstag in Gerlingen)
  • 1. Januar 2020:
    ➜ Gründung von Tischtennis Baden‑Württemberg (TTBW) 

➡️ Damit ging der TTVWH als eigenständiger Verband in der neuen Organisation auf.


📊 Bedeutung des TTVWH

  • Einer der fünf großen Tischtennisverbände Deutschlands (neben Westdeutschland, Hessen, Bayern und Niedersachsen)
  • Sitz in Stuttgart 
  • Triebkraft für: 
    • Breitensport
    • Nachwuchsförderung
    • Ausbau des Spielbetriebs in Württemberg

✅ Kurzfazit

Der TTVWH entstand aus der Neuorganisation des Tischtennissports nach dem Zweiten Weltkrieg, entwickelte sich über Jahrzehnte zu einem großen und einflussreichen Verband und ging schließlich 2020 im neuen Landesverband TTBW auf.


 

B. Geschichte des Südbadischen Tischtennisverbandes (SbTTV)

1. Frühe Wurzeln (vor 1948)

  • Erste Tischtennisvereine in Südbaden entstanden bereits in den 1930er Jahren, z. B. der TTC Lörrach (1932).
  • Diese Vereine bildeten die Basis für die spätere Verbandsgründung.

2. Gründung und Nachkriegszeit (1948–1950er)

  • Der SbTTV wurde 1948 in Freiburg gegründet. 
  • Erster Vorsitzender war Josef Schwarz (Freiburg). 
  • Hintergrund:
    • Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Sport neu organisiert.
    • Tischtennisvereine schlossen sich zusammen, um wieder einen geregelten Spielbetrieb aufzubauen.
  • Frühe wichtige Ereignisse:
    • 1949: Eine der ersten internationalen Begegnungen nach dem Krieg (z. B. TTC Lörrach gegen Basel). 

3. Aufbau und Strukturentwicklung (1950er–1980er)

  • Der Verband entwickelte ein mehrstufiges Ligensystem (z. B. Landesliga, Verbandsliga, Badenliga). 
  • Organisation in sechs Bezirke:
    • Schwarzwald
    • Rastatt/Baden-Baden
    • Ortenau
    • Oberrhein
    • Breisgau
    • Bodensee
  • Integration in die übergeordneten Strukturen:
    • Mitglied im Süddeutschen Tischtennisverband (bis zu dessen Auflösung 2011). 
  • Kontinuierliches Wachstum:
    • zunehmende Zahl an Vereinen, Mannschaften und Spielern
    • Ausbau von Nachwuchs- und Wettbewerbssystemen

4. Entwicklung und Kooperation (1990er–2010er)

  • Ab den 1990er Jahren:
    • Bestrebungen, die drei Landesverbände in Baden‑Württemberg
      (Baden, Südbaden, Württemberg‑Hohenzollern) zusammenzuführen. 
  • Ergebnis:
    • Erste gemeinsame Meisterschaften (1995)
    • Fusion scheiterte zunächst, da die erforderliche Mehrheit in Südbaden nicht erreicht wurde. 
  • Dennoch Kooperation in der ARGE Leistungssport Baden-Württemberg:
    • zunehmende Zusammenarbeit zwischen den Verbänden
    • gemeinsame Projekte und Abstimmungen

5. Fusion und Ende des SbTTV (2020)

  • 29. Juni 2019: Beschluss zur Fusion mit dem TTVWH 
  • 1. Januar 2020: 
    • Zusammenschluss zum neuen Verband
      ➜Tischtennis Baden-Württemberg (TTBW)

➡️ Damit endete die eigenständige Geschichte des SbTTV.


📍 Bedeutung des SbTTV

  • Regionalverband für Südbaden
  • Wichtige Rolle im: 
    • Wiederaufbau des Sports nach 1945
    • Breitensport und Nachwuchsförderung
  • Enger Partner der anderen Baden‑Württembergischen Verbände

✅ Kurzfazit

Der Südbadische TTV entstand 1948 im Zuge der Neuorganisation des Sports nach dem Krieg, entwickelte sich zu einem stabilen Regionalverband mit klarer Struktur und ging schließlich 2020 im gemeinsamen Landesverband TTBW auf.

 

KI-generiert, geprüft: Thomas Walter