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Senioren-WM in Maskat (Oman), 15. bis 21. Januar (2. Teil)

Hintergrundbericht über Anka und Michael Mutke (TTV Gärtringen)

Im Halbfinale drei Matchbälle abgewehrt

Es war eine Mischung aus Zurückhaltung und Vorfreude, mit der sich das Ehepaar Mutke vom TTV Gärtringen zusammen mit fünf weiteren Bezirksvertretern auf den Weg ins Sultanat Oman machte, wo in diesem Jahr die Senioren-Weltmeisterschaften zur Austragung kamen. Letztendlich überwogen dann doch eindeutig die positiven Eindrücke – und die sportlichen. Anka Mutke feierte mit ihrer polnischen Partnerin Danuta Nowakiewicz die Silbermedaille im Doppel-Wettbewerb, gemeinsam wurden die Mutkes Zweite in der Trostrunde, dem sogenannten Consolation Cup.

Anka und Michael Mutke sind in der Tischtennisszene schon einiges herumgekommen. Kaum eine Welt- oder Europameisterschaft haben die beiden, die im vergangenen Jahr aus familiären Gründen aus einem Sechstausend-Einwohner-Dörfchen in Brandenburg nach Calw zogen, ausgelassen. Dementsprechend wollte sich das erfahrene Sportler-Ehepaar auch die Veranstaltung in Maskat, der Hauptstadt des Omans, nicht entgehen lassen. Die Anreise erfolgte bereits einige Tage vor dem Turnier, das mit 1600 Teilnehmern aus 69 Nationen wieder eine für den Seniorenbereich übliche Mammutveranstaltung war, aber auf Grund des Austragungsortes keineswegs Rekordteilnehmerzahlen aufwies. „Es waren zwar auch wieder viele Deutsche dabei, die ja immer sehr reisefreudig sind, aber diesmal stellte Indien wohl das größte Feld an Aktiven“, meint Michael Mutke. Vor den ersten Ballwechseln nutzten die Mutkes die Gelegenheit, Land und Leute etwas kennenzulernen, machten Ausflüge in die Wüste oder zum Markt nach Maskat.

„Ich war schon einmal Dritte bei einer EM, auch im Doppel. Der Medaillengewinn jetzt im Oman kam für mich völlig überraschend“, sagt Anka Mutke nach ihrer Rückkehr. Bei der Auswahl ihrer Doppelpartnerin konnte sich die 60-jährige anfangs nicht aus dem Pool an verfügbaren Spielerinnen entscheiden. „Danuta hatte dann online bei mir angefragt. Wir kannten uns vorher nicht“, erzählt Anka Mutke, „erst später habe ich festgestellt, dass ich sie bei der letzten EM in Rimini als Gruppengegnerin hatte.“ Das Turnier lief für das neu formierte Duo optimal. „Wir hatten auch ein bisschen Glück mit der Auslosung“, gibt sich Anka Mutke gewohnt bescheiden. In der Gruppe der Seniorinnen-Altersklasse 60 nicht gefordert, ging es im Viertelfinale gegen eine tschechisch-slowakische Formation schon etwas spannender zu. Und im Halbfinale gegen die Deutschen Irmtraut Ohrmann-Mangels/Marita Oscheja mussten im entscheidenden fünften Satz drei Matchbälle abgewehrt werden, um den Finaleinzug zu realisieren. Mit einer gehörigen Portion Respekt ging es dann ins Endspiel gegen die Einzel-Weltmeisterin Mantu Murmu (Indien) und ihre Partnerin Jette Vieg aus Dänemark. Mit enorm sicheren Spiel und dementsprechend geringer Fehlerquote erwiesen sich Mutke/Nowakiewicz jedoch als ebenbürtige Gegnerinnen, gewannen Durchgang eins mit 12:10. Die weiteren Sätze gingen allerdings mit 11:8, 15:13 und 11:9 an das favorisierte Paar.

Im Einzel unterlag Anka Mutke in der Vorrundengruppe der Dänin Jette Vieg knapp mit 12:14, 9:11 und 9:11, was für den weiteren Turnierverlauf von Nachteil war. „Als Gruppenzweite musste ich in der KO-Runde gleich gegen die spätere Vize-Weltmeisterin ran, eine indische Topspielerin. Leider konnte ich ein paar Chancen nicht nutzen“, meint Anka Mutke nach der 1:3-Niederlage gegen Suhasini Bakre.

Im kurzfristig eingeführten Mixed-Wettbewerb ging es für das Ehepaar Mutke nach einer 1:2-Bilanz in der Gruppe in den Consolation Cup. „Auch die Trostrunde war durchaus stark besetzt, das waren alles herausfordernde Spiele“, zieht Michael Mutke Bilanz, nachdem sie drei KO-Partien zu ihren Gunsten entschieden und sich erst im „kleinen Endspiel“ den Amerikanern Wendy Fang/Stephen Hochman in vier Sätzen geschlagen geben mussten.

Sowohl im Einzel als auch im Doppel an der Seite von Robert Löbig (TTC Langen) schaffte es Michael Mutke in der Altersklasse 65 aus der Vorrundengruppe. „Danach wurde jeweils noch eine Partie in der Hauptrunde gewonnen. Mit meinem Abschneiden kann ich sehr zufrieden sein“, so der Gärtringer Landesklasse-Spieler. Zuhause angekommen, gilt das sportliche Hauptaugenmerk von Anka und Michael Mutke der laufenden Rückrunde mit dem TTV Gärtringen. Ende Juni steht dann für die Mutkes mit der Senioren-EM im norwegischen Sandefjord der nächste sportliche und touristische Höhepunkt auf dem Programm.

Foto (privat) Anka Mutke (rechts) mit ihrer polnischen Doppelpartnerin Danuta Nowakiewicz und Maskottchen „Wüstenluchs“

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