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Sportentwicklung   Fusion  

Im Interview: Horst Haferkamp

Ehrenpräsident Horst Haferkamp zum aktuellen Stand der TTBW-Fusion

TTBW: Herr Haferkamp, mit dem Start der neuen Homepage sowie dem Auftritt in den sozialen Medien ist ein weiteres Puzzlestück auf dem Weg zu einer Fusion zu Tischtennis Baden-Württemberg  geschafft. Wie ist allgemein der aktuelle Stand hinsichtlich der Fusion?

Nach unserer Kick-off Veranstaltung zu Beginn des Jahres in Grünwettersbach sind in der Zwischenzeit fast alle Arbeitskreise gestartet und haben die erste Sitzung hinter sich. Dabei zeigt sich, dass es sicherlich einiges an Abstimmungsbedarf gibt, was aber alles zu meistern ist. Die rechtlichen und finanziellen Dinge spielen dabei eine große Rolle. Ich bin aber zuversichtlich, dass es uns gelingt, das zu meistern und es besser zu machen als in den 1990er Jahren.

TTBW: Sie haben kurz die im letzten Jahrhundert geplante Fusion angesprochen. Was ist Stand heute, mehr als zwanzig Jahre später, anders?

Gar nicht viel. Wir sind weiterhin drei Landesverbände mit einer jeweils eigenen Verwaltung. Der einzige vielleicht gravierende Unterschied zu 1995 ist, dass wir einen Verein TTBW gegründet haben, über den seit mittlerweile 18 Jahren der gesamte Leistungssport abgewickelt wird und bei dem auch die Trainer angestellt sind. Wir sind also schon einen großen Schritt in Sachen Fusion gegangen, der längst selbstverständlich geworden ist. Insbesondere für unsere jungen Spielerinnen und Spieler ist TTBW von Beginn ihrer jungen Laufbahn an gelebte Realität.

TTBW: Veränderungen rufen Skepsis und mitunter auch Ängste hervor – eine menschliche Reaktion. Was sagen Sie all jenen Vereins- oder Bezirksvertretern, die sich vielleicht noch unklar darüber sind, wo die Vorteile für sie liegen sollten, wenn es zum Zusammenschluss von TTBW kommt?

Richtig, Veränderungen rufen fast immer Skepsis hervor, weil man halt nicht weiß, was auf einem zukommt. Ich denke aber anders. Mein Motto im Leben heißt bis heute „Stillstand ist Rückschritt“ und wer nichts Neues versucht kann auch nicht wissen, ob es besser ist! Daher mein Appell an alle, lasst es uns wagen und vertraut euren gewählten Vertretern!

TTBW: BaWü ist Ihnen, das merkt man, eine Herzensangelegenheit. Mit welchen Wünschen und Zielen blicken Sie auf die Zeit bis zu den Abstimmungen im Jahr 2019?

Ja, es ist mir eine Herzensangelegenheit, weil ich denke und bereits sehe, dass wir in der Zukunft nicht mehr genug Ehrenamtliche finden, um drei Verbände vernünftig zu führen. Wir sehen es doch heute schon, wie schwierig es ist, Ämter neu zu besetzen. Wir reden hier über gesamtgesellschaftliche Entwicklungen, die sich natürlich auch bei uns im Tischtennis widerspiegeln. Davor dürfen wir die Augen nicht verschließen! Ich denke es ist wichtig, dass wir in den nächsten beiden Jahren unseren Vereinen klar machen, nicht nur auf sich selbst zu schauen, sondern das große Ganze im Blick zu haben. Für die Jugend ist TTBW längst Normalität und Realität. Ein weiterer Punkt der meiner Meinung nach für die Fusion spricht ist, dass die beiden kleineren Verbände - ich kann hier zwar nur für Südbaden direkt sprechen, denke aber, dass es auch für Baden gilt - von der Manpower eines großen Verbandes profitieren können. Ich wünsche mir, dass wir bis 2019 soweit sind, um das Motto „Ein Land, ein Verband“ umzusetzen.

TTBW: Vielen Dank für das Gespräch, Herr Haferkamp.

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