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Final Four in Neu-Ulm (2. Teil): ein Hintergrundbericht

Richtig Gänsehaut pur für die Tischtennis–Fan-Gemeinde

So fühlte es sich jedenfalls für die Zuschauer, Schiedsrichter und Spieler an. Ein neuer Zuschauerrekord mit 5.000 Zuschauern beim Deutschen Tischtennis-Pokalfinale. Im Vergleich nehmen sich die Zahlen zu 2020 mit 4.600 und 2019 mit 3.500 ja fast schon bescheiden aus.

Corona mag da natürlich auch noch eine gewisse Rolle gespielt haben. Die Zuschauer wollten endlich wieder Spitzentischtennis live sehen. Was bot sich da Anfang des Jahres besser an, als das Finalturnier Final Four mit den Lokalrivalen TTF Liebherr Ochsenhausen und TTC Neu–Ulm sowie zusätzlich noch fein garniert mit Borussia Düsseldorf und dem 1. FC Saarbrücken. Tischtennis–Herz was möchtest Du mehr?

Das Feinste vom Feinen war also für die Zuschauer bereit. Dass dann beide Halbfinalspiele mit 3:0 ausgingen, war etwas Pech. Richtig tolle Ballwechsel und Spannung gab es trotzdem. Die Verlierer jedenfalls haben sich deutlich besser aus der Affäre gezogen als es das knallharte, nackte Ergebnis aussagt. Die Finalpaarung Borussia Düsseldorf gegen den TTC Neu–Ulm war dann aber der Kracher schlechthin. Beide Mannschaften sind nur so gespickt mit Weltklassespielern aus der vordersten Region der Weltrangliste. Trotz allem setzte sich dann der TTC Neu–Ulm überraschend klar mit 3:0 durch.

Für die Tischtennis–Fans, die volle zwei Jahre auf dieses bereits seit acht Jahren in der Neu–Ulmer Ratiopharm Arena ausgetragene Event verzichten mussten, da ja während Corona keine Zuschauer zugelassen waren, schien das wie eine Erlösung zu sein, endlich wieder die Teams lautstark anzufeuern und die knisternde Atmosphäre der knallvollen Arena zu spüren. Dabei kannte die Begeisterung kaum Grenzen. Aus dem ganzen Bundesgebiet waren sie in Scharen angereist. Natürlich aber auch aus der näheren Umgebung. Der Tischtennis–Bezirk Ulm umfasst ja den Al –Donau Kreis und den Kreis Neu–Ulm. So gab es da natürlich sehr viele bekannte Gesichter und reichlich Gespräche. Auch mit dabei waren die Spieler des TTC Ehingen. Unter ihnen Hans–Peter Rommel, selbst seit über 50 Jahren aktiver Spieler. Begeistert erzählte er: „Es ist wirklich toll, wieder das Final Four zu besuchen und das alles live zu erleben. Wir waren ja einige Zeit für die TTF Liebherr Ochsenhausen zuständig, als diese wegen eines Wasserschadens in der Halle nach Ehingen ausweichen mussten. Das hier konnten wir uns einfach nicht entgehen lassen.“

Mit einer gleich 19 Teilnehmer umfassenden Truppe war auch die Europe Top 12-Fangruppe des TV Merklingen dabei. Diese reist schon seit 1987 jährlich auf den Spuren der Tischtennis–Artisten durch Europa. Durch die Corona–Pandemie jäh und sehr unsanft ausgebremst, war dann aber auch hier ab 2020 auf einmal Schluss mit Lustig. Seither warten alle vergeblich auf ein Turnier, das besucht werden durfte. Nun endlich war es wieder soweit. TVM–Tischtennis- Jugendleiter Andreas Haßler übernahm diesmal voller Begeisterung die Organisation, Planung und den Kartenkauf. Aber auch alle anderen Teilnehmer der Fan–Gruppe waren mit Feuereifer bei der Sache und richtig froh, endlich wieder einmal mit dabei und mitten drin zu sein. Da am Vortag in der eigenen Halle noch rasch die Vereinsmeisterschaften und das Jederman –Turnier ausgespielt worden sind, waren auch alle schon richtig auf dieses tolle Event eingestimmt. Der Spielverlauf, die grandiose Stimmung in der Halle, der Pokalsieg der Neu–Ulmer und die Begegnung mit den vielen Stars tat dann noch das Übrige. Jetzt sind bei allen die Akkus wieder komplett aufgeladen. So kann man nun frisch gestärkt und mit viel Begeisterung am kommenden Wochenende in die Rückrunde starten und geduldig auf den Januar 2024 warten, wenn in Neu–Ulm wieder das Deutsche Final Four Tischtennis-Pokalfinale stattfindet.

Hans-Peter Wörtz

Bilder: Andreas Haßler, Andy Freund, Tobias Harder

Foto (von links): Andy Freund, Patrick Franziska, Tobias Harder

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