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Hintergrundberichte   Pressemitteilung  

Nachruf: Frank Tartsch verstorben - aktualisiert: Trauerfeier am 28. Februar, 13:00 Uhr

Amtierender Präsident von Tischtennis Baden-Württemberg war über 20 Jahre als Präsident und über 30 Jahre im Präsidium im Einsatz

AKTUALISIERT:

Die Trauerfeier findet am Mittwoch, 28. Februar, 13:00 Uhr, auf dem Friedhof Aidlingen, Hauptstr. 19, 71134 Aidlingen, statt.

Erst vor acht Monaten kehrte er als Präsident von Tischtennis Baden-Württemberg (TTBW) nach sieben Jahren Pause als Verbandsfunktionär und zweieinhalb Jahren als Vizepräsident Finanzen zurück. Von 1993 bis 2013 hatte er den Tischtennisverband Württemberg-Hohenzollern (TTVWH) angeführt. Nun ist Frank Tartsch am Dienstagabend nach einer schweren Krebserkrankung im Alter von 73 Jahren im Böblinger Krankenhaus verstorben. Er hinterlässt zwei erwachsene Söhne.

Wurzeln im Tischtennissport

Frank Tartsch kann auf eine 60-jährige Tischtennisverbundenheit zurückblicken. 1963 kam er als 13-Jähriger mit dem Sport des kleinen weißen Balls bei einem Kindergeburtstag in Berührung. Diese Sportart hatte für ihn besondere Reize und eine mitreißende Faszination. So trat er im selben Jahr der Tischtennisabteilung der Sportvereinigung Böblingen bei.

Bald wurde im Verein erkannt, dass neben dem Sport das Ehrenamt ein Betätigungsfeld für Frank Tartsch sein könnte. Aus dieser Idee ist eine Funktionskarriere mit größtem Erfolg geworden. 1969 wurde er stellvertretender Jugendleiter der Tischtennis-Abteilung bei der Spielvereinigung Böblingen, 1972 Jugendleiter und im Jahre 1981 bis 2016, also 35 Jahre, Abteilungsleiter.

Von der Vereinsarbeit zum Verbandsengagement

Der Tischtennisbezirk Böblingen wurden auf die gute Arbeit von Frank Tartsch aufmerksam. Von 1972 bis 1993 engagierte er sich im Jugendvorstand. Gleichzeitig leitete er verschiedene Spielklassen, zunächst des Bezirks, später des Verbandes. Die nächste Stufe der Ehrenamtsleiter: Ab 1985 gehörte Tartsch als Vizepräsident des Tischtennisverbandes Württemberg-Hohenzollern (TTVWH) dem Präsidium an. Acht Jahre später wurde er dann als Präsident des TTVWH gewählt. Dieses Amt führte er zwanzig Jahre lang aus, bis 2013. In dieser gewaltigen Zeitstrecke engagierte er sich zudem seit 1997 sehr stark in der Arbeitsgemeinschaft Baden-Württembergischer Tischtennisverbände, trieb die Bildung des Vereins Tischtennis-Baden-Württemberg voran und wurde so zu einem der Wegbereiter für die Fusion zum Verband Tischtennis Baden-Württemberg (TTBW).

Auch über den Landesverband hinaus war Frank Tartsch Zeit seiner Funktionärskarriere aktiv. Als Mitglied im Vorstand des Süddeutschen Tischtennisverbandes mit entsprechendem Gewicht beeinflusste er die Entwicklung des Tischtennissports in Süddeutschland und damit auch Anfang der Neunziger-Jahre die des neuen Landesverbands Sachsen entscheidend positiv. Auch beim Deutschen Tischtennisbund brachte Frank Tartsch seinen Tischtennis-Sachverstand und sein beruflich erworbenes Wissen im Finanz- und Wirtschaftsausschuss ein. Als Mitglied der vielbeachteten Struktur-Kommission des DTTB stellte er zusammen mit seinen Kollegen der anderen großen Landesverbände strategische Weichenstellungen, von denen der Deutsche Tischtennissport bis heute spürbar profitiert.

Macher der SV Böblingen

Auch auf Vereinsebene blieb Frank Tartsch in all dieser Zeit äußerst aktiv. In seiner Funktion des Abteilungsleiters der SV Böblingen gehörte er 1973 als Mitglied dem Organisationskomitee der Europa-Rangliste Top 12 an. Zwischen 1981 und 2001 arbeitete er viermal als Organisationsleiter der Deutschen Meisterschaften. Auch Länderspiele wurden unter seiner Leitung durchgeführt. Sein Name bleibt insbesondere mit der Damen-Mannschaft des Vereins und deren Zugehörigkeit zur 1. Bundesliga in Verbindung.

2009 gelang Frank Tartsch mit der Eröffnung des Tischtennis-Leistungszentrums in Böblingen ein Meisterwerk. Dort trainiert seitdem nicht nur das Bundesliga-Team der SV Böblingen, sondern auch täglich eine Landesstützpunkt-Gruppe der ARGE Leistungssport Baden-Württemberg.

Frank Tartsch hat bleibende Spuren im Tischtennissport und seinen Verbänden hinterlassen. Von seinem äußerst umfangreichen ehrenamtlichen Engagement zeugen viele Ehrungen, Auszeichnungen und Festakte. Die allerhöchsten Ehrenplaketten, Ehrennadeln und -medaillen vom Verein, von der Gemeinde Böblingen, vom Land Baden-Württemberg, vom Tischtennisverband Württemberg-Hohenzollern, vom Süddeutschen und Deutschen Tischtennis-Bund sprechen für sich.

Wir verneigen uns vor diesem Lebenswerk und bewahren Frank Tartsch ein ehrendes Andenken. Unser Mitgefühl gilt seinen Angehörigen und allen, die sich mit ihm verbunden fühlen.

Tischtennis Baden-Württemberg

 

Frank Tartsch beim Landesverbandstag am 18. Juni 2023 in Villingen-Schwenningen

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