Wettkampfsport

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Brüchle und Wolf bei EM erfolgreich

Die Tischtennis Europameisterschaft für Spieler mit Behinderung fand vom 26.09. – 5.10.2017 in Lasko (Slowenien) statt.

Rollstuhltischtennis-Spieler Thomas Brüchle konnte sowohl im Einzel als auch im Mannschaftswettbewerb voll überzeugen. In der Wettkampfklasse (WK) 3 konnte der Spieler mit der guten Übersicht bis ins Halbfinale vordringen. Im Viertelfinale bedarf es beim 3:1 Sieg gegen den unbequem agierenden Ukrainer Petruniv einer taktischen Meisterleistung. „Thomas hat in diesem schweren Spiel viel Mut gezeigt, das war klasse“, lobte DBS Bundestrainer Volker Ziegler den couragierten Auftritt Brüchles. Im Halbfinale war dann gegen seinen Dauerrivalen Merrien (Frankreich) knapp in vier Sätzen Endstation. Eine nahezu perfekte Vorstellung zeigte er dann im Mannschafswettbewerb zusammen mit Schmidberger (Borussia Düsseldorf). Das deutsche Team dominierte den Wettbewerb und gewann jedes Spiel mit 2:0 Punkten. „Thomas ist ein absoluter Ausnahmespieler. Mit mittlerweile 40 Jahren geht er immer wieder über seine Grenzen und entwickelt sich dadurch auch spielerisch stetig weiter. Gerade für junge Spieler ist er mit seiner Mentalität ein absolutes Vorbild“,  freut sich Momcilo Bojic, Tischtennis Landestrainer Baden-Württemberg, über das Abschneiden des WBRS Aushängeschilds im Tischtennis. Somit hat Brüchle 2011, 2013, 2015 und 2017 sowohl im Einzel als auch Team immer jeweils eine Medaille gewinnen können.
 
Bereits nach der Vorrunde war für Tim Laue in der WK 6 das Turnier beendet. Mit dem späteren Zweiten Wetherill (Großbritannien) und Alecci (Italien) hatte er eine starke Gruppe erwischt. Letztendlich konnte Laue keinen der beiden Gegner ernsthaft in Bedrängnis bringen. Im Mannschaftswettbewerb war sein Teampartner Rau (RBS Solingen) erkrankt, so dass es leider zu keinem Start kam.

Eine nahezu perfekte EM spielte Juliane Wolf von der BSG Offenburg. Nachdem die lauffreudige Offenburgern die Gruppenphase überstanden hatte, traf sie im Halbfinale auf die schwer zu spielende Ungarin Arloy. Hier zeigte Wolf eine beherzte Leistung und spielte auch nahezu unmögliche Bälle zurück auf den Tisch. Mit einem 3:1 Sieg hatte sie dann das Final-Ticket gebucht. Dort musste sie sich in einem offenen Schlagabtausch der Norwegerin Dahlen knapp in vier Sätzen geschlagen geben.

Für den ganzen großen Wurf reichte es dann im Mannschaftswettbewerb zusammen mit Stephanie Grebe (Borussia Düsseldorf). Besonders beeindruckend hierbei die Doppelstärke von Wolf/Grebe. Im gesamten Wettbewerb verlor man kein Doppel und konnte so immer mit einer 1:0 Führung ins Spiel gehen. Gegen Frankreich traf man nun auf einen bekannten Gegner im Finale. Nachdem auch hier wieder das wichtige Doppel gewonnen konnte, hatte Wolf die Chance das Team mit Gold zu belohnen. Jedoch stand mit Kamkasomphou eine äußerst schwer zu spielende Gegnerin auf der anderen Seite. So hatte Wolf nur eins der letzten neun Spiele gegen die erfahrene Französin gewinnen können. „Ich habe mich im Lauf des Spiels immer besser gefühlt. Am Ende war ich wie in einem Tunnel. Ich bin super glücklich. Bis ins Finale habe ich es schon oft geschafft – den Titel nun endlich zu gewinnen ist einfach unglaublich“, freute sich die Offenburgerin über ihre beste Turnierleistung zum richtigen Zeitpunkt.

Autor: Andreas Escher/WBRS

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