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Wettkampfsport   Erwachsene   Pressemitteilung  

Final-Four 2026 - Saarbrücken holt überzeugend den Pokalsieg

Ein Hintergrundbericht von Hans-Peter Wörtz mit toller Bildergalerie von Reinhard Arras (über 100 Fotos)!

Auch bei der bereits elften Auflage des Liebherr Pokal-Final-Four am 04. Januar in der ratiopharm-Arena in Neu-Ulm schreiben die TTBL-Sport und ihr Geschäftsführer Nico Stehle die Erfolgsgeschichte des deutschen Pokalfinales erfolgreich fort. Erstmals war die Halle mit 5.200 Zuschauern pickepacke voll und - so früh wie noch nie - komplett ausverkauft.

Saarbrückens Superstar Fan Zhendong sorgte auch hier für vollkommen neue, sozusagen chinesische Maßstäbe. Diesmal stürmten auch sehr viele asiatische Fans in Neu-Ulm die Arena und sorgten damit für ein besonderes internationales Flair. Selbst die Plätze auf der Pressetribüne mussten wegen der übergroßen Nachfrage aus dem Reich der Mitte, im Vergleich zum letzten Jahr, verdoppelt werden. Saarbrücker Verhältnisse in Neu-Ulm eben.

Bereits um 10.00 Uhr, also bereits eine Stunde vor Beginn, war die knisternde Spannung in der da schon kräftig gefüllten Multifunktionsarena überdeutlich zu spüren. Dies steigerte sich dann allerdings zum Beginn hin noch einmal richtig deutlich. Vom Start weg war es eine unglaublich intensive und für alle ansteckende fröhliche Pokalatmosphäre. Auch die Spieler der vier Mannschaften ließen sich von dieser ungemein elektrisierenden Spannung praktisch von Beginn an anstecken und zahlten es den Zuschauern mit sehr vielen tollen Ballwechseln, die dem Publikum ein ums andere Mal Rufe der Begeisterung und Szenenapplaus entlockten, in barer Münze zurück. Die Tischtennis-Fans wiederum revanchierten sich mit lautstarken Anfeuerungsrufen, was allen Mannschaften und Spielern, die sowieso schon bis unter die Haarspitzen motiviert waren, inklusive der Schiedsrichter und offiziellen einen ungemein wohligen Schauer über den Rücken jagte. Eine Steigerung gab es nur noch, wenn die Abordnung aus China ihren Liebling Fan Zhendong anfeuerte und lautstark nach vorne peitschte. Eine einfach unverwechselbare und absolut wunderbare Tischtennis-Pokal-Atmosphäre, die zu Herzen geht.

Die Begeisterung kannte schon in den Halbfinals fast keine Grenzen mehr, doch mit dem Finale wurde diese dann doch noch einmal auf eine ganz andere Stufe gehoben. Richtig tolle und viele sehr lange Ballwechsel, gepaart mit unglaublich viel Spannung, sorgten für allerbeste Unterhaltung. Wirklich alle Attribute, die mit einer solch spannenden Veranstaltung in Verbindung gebracht werden, wurden im wahrsten Sinne des Wortes erfüllt. Diese so unglaublich knisternde Atmosphäre riss die Zuschauer von Beginn an mit. Solche Events wirken bei den Fans lange nach und bleiben auch im Gedächtnis haften. Da kommt man auch beim nächsten Mal sehr gerne wieder. Die nun bereits elfte Ausgabe des Final-Four in Neu-Ulm beweist deutlich, dass Tischtennissport in Deutschland boomt. TTBL-Geschäftsführer Nico Stehle verwies in der Abschluss-Pressekonferenz nicht umsonst auf die absolut hervorragenden Zuschauerzahlen und die sehr große Unterstützung der Sponsoren, sowie auch aus dem Ulmer als auch dem Neu-Ulmer Umfeld. Die große Nachfrage der chinesischen Fans tat ihr Übriges. Es bleibt zu hoffen, dass Fan Zhendong mehr als ein Jahr in Saarbrücken spielt und dann, auch bei der zwölften Ausgabe im Januar 2027, wieder die Zuschauermassen in die ratiopharm-Arena lockt. Die Tischtennis-Fans aus ganz Deutschland und ganz bestimmt auch die Fernsehzuschauer aus den 18 Nationen (inklusive China), in die das Event übertragen wurde, werden es von Herzen danken.

Halbfinale 1: TTF Liebherr Ochsenhausen – 1. FC Saarbrücken-TT 1:3

Shunsuke Togami – Darko Jorgic    11:9, 11:9, 11:1     (3:0)    

Tiago Abiodu – Fan Zhendong         5:11, 9:11, 13:11, 5:11   (1:3)

Iulian Chirita – Patrick Franziska     11:6, 8:11, 8:11, 4:11   (1:3)

Shunsuke Togami – Fan Zhendong 12:10, 8:11, 6:11, 5:11  (1:3)

Gegen den Titelverteidiger TTF Ochsenhausen gab der 1. FC Saarbrücken TT vom Start weg Vollgas. Trotzdem waren es die Oberschwaben, die durch Shunsuke Togami mit 1:0 die Führung übernahmen. Dann jedoch startete Saarbrücken durch. Olympiasieger Fan Zhendong gegen Tiago Abiodu und Patrick Franziska gegen Iulian Chirita rissen das Ruder herum. Den Siegpunkt zum 3:1 Endstand steuerte erneut Fan Zhendong mit einer sehr konzentrierten Leistung gegen Shunsuke Togami bei.

Shunsuke Togami – Darko Jorgic    11:9, 11:9, 11:1     (3:0)

Topfit präsentierte sich TTF Ochsenhausens Spitzenspieler Shunsuke Togami bei seinem überraschend klaren 3:0-Erfolg gegen den zweimaligen Europe Top 12-Sieger Darko Jorgic. Der Saarbrücker hatte in den ersten beiden Sätzen etwas Pech und kam dann im dritten Satz klar unter die Räder.   

Tiago Abiodu – Fan Zhendong         5:11, 9:11, 13:11, 5:11    (1:3)

Nichts zu melden hatte Tiago Abiodu gegen Zhendong Fan im ersten Satz. Dann jedoch wurde er mutiger, musste den zweiten Satz allerdings ebenfalls knapp abgeben. Im dritten steigerte er sich aber nochmals und nahm dem Olympiasieger von 2024 diesen Satz ab.

Iulian Chirita – Patrick Franziska   11:6, 8:11, 8:11, 4:11   (1:3)

Nicht in die Gänge kam Patrick Franziska im ersten Satz gegen Iulien Chirita, der früh in Führung ging und so den ersten Satz etwas überraschend für sich entschied. Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen. Mit viel Kampf und einer deutlich besseren Spielaufteilung gelang es Patrick Franziska schließlich, zum 1:1 auszugleichen. Dann lief es beim Saarbrücker Akteur auf einmal viel besser, während Chirita immer mehr unter Druck kam. Nach dem Sieg im dritten Satz holte sich Patrick Franziska dann den vierten Satz im Schnelldurchgang zum 2:1-Zwischenstand.

Shunsuke Togami – Fan Zhendong 12:10, 8:11, 6:11, 5:11  (1:3)

In einem sehr hochklassigen und ebenbürtigen Satz war es Shunsuke Togami, der dem Olympiasieger von Paris den ersten Satz vor der Nase wegschnappte. Danach steigerte sich Fan Zhendong etwas und nahm so Togami den Satz zum 1:1-Ausgleich weg. Im dritten Satz kam der Chinese immer besser ins Spiel und erhöhte auf 2:1, um dann danach auch noch den vierten Satz zum klaren  3:1-Satz- und Spiel-Endstand für sich zu entscheiden.

 

Halbfinale 2:TTC OE Clarity-Telefonie Systeme Bad Homburg - TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell  2:3

Jo Yokotani - Dimitrij Ovtcharov     5:11, 8:11, 7:11   (0:3)

Csaba Andras - Ruwen Filus         11:13, 7:11, 10:12     (0:3)

Ivor Ban - Jonathan Groth             8:11, 11:9, 11:8, 11:6    (3:1)

Jo Yokotani - Ruwen Filus             5:11, 6:11, 11:9, 11:7, 11:7  (3:2)

Csaba Andras/Ivor Ban - Dimitrij Ovtcharov/Fanbo Meng 8:11, 11:4, 11:9, 11:13, 3:11  (2:3)

Am Nachbartisch avancierten im Parallelspiel Dimitrij Ovtcharov/Fanbo Meng nach einer Zitterphase im Schlussdoppel zum Matchwinner für den TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell. Erst brachten Dimitrij Ovtcharov (3:0 gegen Jo Yokotani) und Ruwen Filus (3:0 gegen Csaba Andras) Fulda-Maberzell mit 2:0 in Führung. Doch dann schwächelten die Osthessen, während dem Team aus dem Hochtaunus-Kreis nun alles zu gelingen schien. Ivor Ban (3:1 gegen Jonathan Groth) und Jo Yokotani (auf der letzten Rille 3:2 gegen Ruwen Filus) brachten Bad Homburg wieder aussichtsreich zum 2:2 heran. Im Schlussdoppel setzten sich dann Dimitrij Ovtcharov/Fanbo Meng mit viel Glück 3:2 gegen Csaba Andras/Ivor Ban zum 3:2-Endstand durch.

Jo Yokotani – Dimitrij Ovtcharov     5:11, 8:11, 7:11 (0:3)

Eine sehr konzentrierter Auftritt und eine klare Sache war das für Dimitrij Ovtcharov. Zu keiner Zeit war dieser Spielgewinn irgendwie in Gefahr.

Csaba Andras – Ruwen Filus         11:13, 7:11, 10:12      (0:3)

Eine hochklassige Partie mit richtig vielen starken Ballwechseln gab es beim 3:0-Sieg von Ruwen Filus gegen Csaba Andras zu sehen. Wobei der Akteur aus Fulda-Maberzell etwas Pech hatte. Filus lies einfach so gut wie nichts zu.

Ivor Ban – Jonathan Groth   8:11, 11:9, 11:8, 11:6    (3:1)

Mit klug verteilten Bällen knapp die Oberhand behielt Jonathan Groth im ersten Satz gegen Ivor Ban. In Satz zwei steigerte sich Ivor Ban und holte damit verdient den 1:1-Satzausgleich. Während Ban weiterhin toll spielte, schien Jonathan Groth etwas verkrampft zu agieren. Nach dem 2:1 für Ban schwamm sich dieser frei und holte verdient auch den vierten Satz zum 1:2-Zwischenstand.

Jo Yokotani – Ruwen Filus 5:11, 6:11, 11:9, 11:7, 11:7  (3:2)

Klar im Griff hatte Filus seinen Kontrahenten aus Ochsenhausen im ersten Satz. Danach lief es bei Yokotani zwar etwas besser, doch Filus nahm auch den zweiten Satz gerne mit. Dann hatte sich Yokotani gefangen, verteilte die Bälle besser und kam so nach dem 1:2 sogar wieder zum 2:2 heran. Damit musste die Entscheidung im 5. Satz fallen. Dieser Durchgang ging ebenfalle an Yokotani, der sein Team damit nach 0:2-Rückstand zum 2:2 herangeführt hat. Damit musste nun das Schlussdoppel die endgültige Entscheidung bringen.

Csaba Andras/Ivor Ban - Dimitrij Ovtcharov/Fanbo Meng 8:11, 11:4, 11.9, 11:13, 3:11 (2:3)

Den ersten Satz sichern sich Ovtcharov/Meng recht klar. Im zweiten kommen Andras/Ban deutlich besser ins Spiel und sichern sich damit den 1:1-Zwischenstand. Im dritten Satz gab es sehr früh einen 0:3-Rückstand für Ovtcharov/Meng, die daraufhin ein Timeout nahmen und sich wieder zum 6:7 heranrobbten. Dann nahmen Andras/Ban das Timeout und entschieden den Satz zum 2:1 für sich. Im vierten liefen Ovtcharov/Meng immer einem knappen Rückstand hinterher, schafften dann aber mit einem 13:11 doch noch den 2:2- Satzausgleich. Damit musste im fünften Satz dieses Spiel und die ganze Partie entschieden werden. Dann lief es für die Fulda-Maberzeller Spieler auf einmal wie von selbst. Mit einem klaren 11:3 entschieden sie den Satz und zogen so ins Finale ein.

 

Finale: 1. FC Saarbrücken-TT - TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell 3:1

Zhendong Fan - Dimitrij Ovtcharov 11:9, 11:9, 11:8   (3:0)

Patrick Franziska - Ruwen Filus 10:12, 11:8, 11;9, 8:11, 12:14  (2:3)       

Darko Jorgic - Fanbo Meng 11;6, 11:9, 11:8  (3:0)             

Fan Zhendong - Ruwen Filus 11:9, 11:3, 11:6  (3:0)                   

Zu Beginn schien das Finale zwischen dem 1. FC Saarbrücken-TT und dem TTC RhönSprudel Fulda-Maberzelletwas einseitig zu verlaufen.  Doch trotz eine 3:0-Sieges von Fan Zhendong über Dimitrij Ovtcharov war es ein Spiel auf sehr hohen Niveau, in dem Dima seine Chance leider nicht nutzen konnte. Dann war es Ruwen Filus, der seinem Nationalmannschaftskameraden Patrick Franziska das Leben mehr als schwer machte und diesen mit 3:2 niederrang. Anschließend steigerte sich Darko Jorgic (3:0 gegen Fanbo Meng) gegenüber dem Halbfinale deutlich und stellte auf 2:1 für die Saarländer. Nun lag die Verantwortung beim Olympiasieger. Fan Zhendong ließ in diesem wichtigen Moment Ruwen Filus beim 3:0-Sieg über den Mannschaftskapitän des TTC Fulda-Maberzell keine Chance. Der Rest war eine große Menschentraube in noch größerem Freudentaumel.                         

Fan Zhendong - Dimitrij Ovtcharov 11:9, 11:9, 11:8   (3:0)     

Im ersten Satz legen beide Akteure gleich mit Vollgas los und lassen das Publikum nur so staunen. Entscheidend absetzen kann sich keiner. Nach dem 9:9 von Dima schnappt sich Fan Zhendong den ersten Satz. Dann gelang es Ovtcharov, noch eine Schippe draufzulegen. Den ganzen zweiten Satz führte er, musste aber trotz einer 9:7-Führung auch den zweiten Satz abgeben. Im dritten versuchte er noch einmal alles, doch der chinesische Olympiasieger ließ sich die Butter nicht mehr vom Brot nehmen.

Patrick Franziska - Ruwen Filus 10:12, 11:8, 11:9, 8:11, 12:14   (2:3)         

Im Duell der Nationalmannschaftskollegen führte Patrick Franziska den ganzen Satz über, um ihn am Ende doch noch an Ruwen Filus abzugeben. Deutlich konsequenter ging der Saarbrücker den zweiten Satz an. Bis zum 7:0 ging er in Führung, ehe Filus den ersten Punkt machte. Von da an rieben sich die Zuschauer erstaunt die Augen. Filus kam bis zum 8:8 heran. Nun nahm Franziska ein Timeout und rettete sich mit 11:8 ins Ziel. Hochkonzentriert gingen beide in den dritten Satz. Am Ende setzte sich Franziska knapp zum 2:1 durch. Im vierten Satz dann ein ganz anderes Bild. Ruwen Filus gibt eben kein Spiel ohne Widerstand her. Mit 11:8 schnappt er sich diesen Satz zum 2:2-Ausgleich. Ein Kopf an Kopf-Rennen war der 5. Satz. Bei einer 8:7-Führung von Franziska nahm Filus sein Timeout, kam zum 9:9 heran und gewann diesen dann, nachdem Franziska einige Fehler produzierte, auch noch mit 14:12, zum neuen 1:1-Spielstand.

Darko Jorgic - Fanbo Meng 11:6, 11:9, 11:8   (3:0)              

Einen ungefährdeten ersten Satz fuhr Darko Jorgic gegen Fanbo Meng ein. Im zweiten dagegen musste er sich mächtig strecken, um auch diesen zu gewinnen. Im dritten ging er nach einem Blitzstart früh mit 7:3 in Führung, ehe Fanbo Meng noch einmal zurückkam. Trotzdem reichte es ihm, um mit 11:8 den Satz zu gewinnen und für Saarbrücken auf 2:1 zu stellen. Damit liegt es jetzt an Fan Zhendong. Mit seinem Sieg über Ruwen Filus könnten die Saarländer den Pokal einsacken.

Fan Zhendong - Ruwen Filus 11:9, 11:3, 11:6   (3:0)               

Mit konsequentem Angriffsspiel setzt Fan Zhendong seinen Gegner schon sehr früh unter Druck. Doch Ruwen Filus gibt wie immer sein Bestes und muss sich lediglich 8:11 geschlagen geben. Im zweiten Satz geht es Fan Zhendong ein klein wenig zielstrebiger an, führt hier auch schon mit 6:0, ehe Filus wieder etwas Land sieht. Mit 11:3 gewinnt der Chinese auch diesen Satz. Nun ist der Pokalsieg schon ganz nah. Noch einmal Vollgas gab Fan Zhendong in dritten Satz. Mit 11:6 holte er, unter dem großen Jubel seiner Mannschaftskameraden, mit diesem Satz und Spielgewinn für Saarbrücken den zweiten Pokalsieg in der Vereinshistorie.

 

Stimmen zum Spiel und zum Final-Four

* Saarbrückens Trainer Wang Zi lobte die Leistung seiner Spieler: "Sie haben um jeden einzeln Ball gekämpft und den Pokal gewonnen. Im Vorfeld haben wir hart trainiert und uns sehr intensiv auf das Final-Four vorbereitet. Wir sind sehr glücklich."

* Der Saarbrücker Team-Kapitän Patrick Franziska sah das ähnlich: „Der Knackpunkt war sicherlich, dass Fan Zhendong in Saarbrücken eine Position einnimmt, die Timo Boll früher in Düsseldorf innehatte. Wenn man einen Top-Spieler im Team hat, der immer für zwei Punkte gut ist, tun sich die Mitspieler leichter, den noch nötigen dritten Spielgewinn einzufahren. Trotz allem war der Druck schon sehr enorm. Aber es ist sehr cool, den Pokal zu gewinnen. Daran könnte man sich gewöhnen. Doch es ist kein Selbstläufer, denn in der Bundesliga gibt es ganz viele starke Teams. Die wollen alle erst einmal bezwungen werden.“

* Fan Zhendong war einfach nur glücklich und froh den Pokal gewonnen zu haben und in diesem starken Team, mit dessen grandioser Unterstützung und der so tollen Kameradschaft, richtig gut aufgehoben zu sein. Er würde sich sehr freuen noch einmal hier zu spielen.

* Vom unterlegenen Finalgegner gab es Glückwünsche. TTC-Trainer Qing Yu war trotz der Niederlage zufrieden mit der Leistung und dem Abschneiden seines Teams. Um gegen so eine starke Mannschaft zu bestehen, muss man einen Sahnetag erwischen. Glückwunsch an Saarbrücken! Mit der Leistung haben sie es absolut verdient. Meine Spieler haben alles gegeben. Ich bin stolz auf sie."

* Auch Ruwen Filus gratulierte Saarbrücken zu der gezeigten Leistung: "Sie waren das bessere Team und haben verdient gewonnen. Wir freuen uns über die Silbermedaille."

* Nico Stehle, Geschäftsführer der TTBL GmbH, war vom Ablauf und dem ganzen Drumherum in der ratiopharm-Arena aufs Höchste begeistert. „Wir haben diesmal mit 5.200 Zuschauern erneut den Rekord geknackt. Es ist nicht mehr unbedingt wichtig, welche Mannschaften beim Final-Four spielen. Wir haben eine Weltklasse-Liga und Weltklasse-Spieler im Pokal. Das i-Tüpfelchen war diesmal aber natürlich der chinesische Olympiasieger Fan Zhendong, der die vielen chinesischen Fans in die Halle gezogen hat. Aber auch die besondere Atmosphäre und die phantastischen Leistungen der Mannschaften sind ein sehr großer Werbeträger. Was im Fußball heißt, wir fahren nach Berlin, bedeutet im Tischtennis inzwischen, wir fahren nach Ulm/Neu-Ulm zum Final-Four. Was kann man sich mehr wünschen“, schwärmte er. „Das ist nicht nur ein Erfolg für die TTBL, sondern auch für den gesamten Tischtennissport. Mein großer Dank geht an alle Vereine und Spieler, an die Sponsoren, an das gesamte Umfeld Ulm/Neu-Ulm, das diese Veranstaltung so grandios unterstützt, an die Schiedsrichter, sowie an alle freiwilligen Helferinnen und Helfer, ohne die eine solche Veranstaltung überhaupt nicht möglich wäre.“

Das Liebherr Pokal-Final Four 2025 fand auch medial einen großen Anklang. Alle Spiele wurden live und in voller Länge im Stream bei Dyn übertragen. Im TV-Hauptprogramm der ARD wurde am Veranstaltungstag in einer mehrminütigen Zusammenfassung über das Event berichtet; der Saarländische Rundfunk (SR) brachte am Sonntag eine 30-minütige Sondersendung zum Liebherr Pokal-Final Four 2025 und der SWR berichtete in seiner Nachrichtensendung SWR Aktuell. Zudem wurde das Pokal-Finale auch in 18 Länder (inklusive China) live übertragen.

Nun wird bereits für das nächste Jahr geplant. Neu-Ulm ist für 2027 wieder als Gastgeber vorgesehen. Und eine erneut komplett ausverkaufte Halle mit 5.200 begeisternden Zuschauern ist jetzt fast schon Pflicht. Nico Stehle ist da jedenfalls nicht abgeneigt und wäre sicherlich hellauf begeistert. Wir als sehr treue und nach vielen phantastischen Ballwechseln lechzende Zuschauer natürlich ebenso. Auch für den Januar 2027 heißt es dann wohl auf gehts „Wir fahren nach Ulm/Neu-Ulm!“

Bericht: Hans-Peter Wörtz

Fotos: Reinhard Arras

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TTBL-Bericht: Fan Zhendong holt ersten Titel in Deutschland: Saarbrücken gewinnt das Liebherr Pokal-Final Four

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