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Pressemitteilung  

Vereins-Service-Tag im SpOrt Stuttgart mit 131 Teilnehmern

„Die Hitze gut gemanagt“

Bewährter Austragungsort: das SpOrt Stuttgart

Großes Kino wie seit über 20 Jahren beim Vereins-Service-Tag am vergangenen Samstag in Stuttgart. 144 Teilnehmer hatten gemeldet - und wurden sicherlich auch diesmal nicht enttäuscht, gingen mit einem Rucksack neuer Ideen nach Hause und können nun im eigenen Verein als Trainer viel Neues bieten.

Größte Bildungsveranstaltung im deutschen Tischtennis

TTBW-Präsident Rainer Franke eröffnete den 23. Vereins-Service-Tag mit einer Begrüßungsrede. Seit dem Jahr 2005 heißt es im SpOrt Stuttgart jeweils im Sommer: "Die größte Bildungsveranstaltung im deutschen Tischtennis ist eröffnet!" Entsprechend reihte Franke den Stellenwert dieser Großveranstaltung im TTBW-Veranstaltungsprogramm ganz oben ein. Viele Seminare und Referenten bieten zahlreichen fachlichen Input und den persönlichen Austausch mit Trainerkollegen anderer Vereine. Diese Kombination wird als Wertvoll empfunden. Dazu Martin Doberstein vom SV Walheim: “Im Alltag macht macht man sich oft gar keine Gedanken über das Training, hier kriegt man viele neue Impulse.”

Dieser Vereins-Service-Tag ist das Baby von Frank Fürste, BaWü-Landestrainer für die Aus- und Fortbildung: “Wir hatten damals mit dem Bau des SpOrt Stuttgart die idealen räumlichen Möglichkeiten gesehen: die große Sporthalle, das Atrium und die vielen Seminarräume drumherum.” Ein Markt der Möglichkeiten und der kurzen Wege sozusagen …

“Die Hitze gut gemanagt”

Diese Rahmenbedingungen schienen jedoch am Samstag nicht ideal zu sein. Bis zu 40 Grad Hitze waren draußen angekündigt. Und tatsächlich hatte das Orga-Team mit Frank Fürste, Andreas Leinenbach (Ressortleiter Aus- und Fortbildung) und Lukas Brosi (Finanz-Referent) großen Respekt in den Tagen zuvor. Zum Teil bestätigten sich die Befürchtungen: In der Sporthalle wurden am Ende des ersten Seminars um 12:00 Uhr sage und schreibe 44 Grad gemessen. Die Konsequenz: Alle Nachmittag-Seminare in der Sporthalle wurden in kleine Seminarräume im Erdgeschoss verlegt. Es galt das Prinzip: Niedrige Temperaturen und damit Gesundheit geht vor umfangreichen Platz-Möglichkeiten. Lediglich die Seminare im Atrium waren bei gut 30 Grad äußerst schweißtreibend - dies war dem dort agierenden Referenten und Abwehr-Experten Florian Bluhm nicht anzumerken: “Ich komme gerade aus Düsseldorf, dort habe ich gestern drei Einheiten trainiert - das hier strengt mich nicht ganz so sehr an …”

Fazit: Das zu Tagesbeginn bekannt gemachte “Hitze-Schutz-Konzept” hielt die Erschöpfung bei den Teilnehmern in Grenzen: vier gekühlte Sprudelflaschen pro Teilnehmer, Belüftung morgens um 6:00 Uhr, anschließende Verdunklung, Öffnung der Duschen im Haus, ein Kühlraum zum Ausruhen, zwei DRK-Mitarbeiter und weitere Maßnahmen wie die Aufforderung, die Türen zu schließen. Am Ende blieben die DRK erfreulicherweise arbeitslos, somit traten keine größeren körperlichen Beschwerden auf. Angesichts vieler Absagen von Veranstaltungen an diesem Wochenende wie zum Beispiel dem Stuttgarter Kesselfest war dies ein Glückfall. Oder wie es Alfred Grimm von der TSG Eislingen feststellte: “Ihr habt die Hitze gut gemanagt!” 

42 Seminare, 14 Referenten, 133 Teilnehmer

Zu managen war bereits für jeden Teilnehmer bei der Anmeldung die Auswahl der eigenen drei zu belegenden, jeweils zweistündigen Seminare. “Bei dieser Qual der Wahl” war unter 42 Seminaren, die von 14 Referenten angeboten wurden, auszuwählen. Zwei Referenten konnten kurzfristig ersetzt werden, kleine Umbuchungen mussten vor Ort in Abstimmung mit den insgesamt 133 Teilnehmern (gut zehn kurzfristige Absagen) vorgenommen werden. 

Wie immer bot das Programm eine bunte Palette an Themen. Neben Standard-Seminaren wie Aufschlag/Rückschlag, Beinarbeit, Regelkunde, Technikverbesserung etc. wurden auch neue Themen angeboten: neue Schlagvariationen wie Chop-Block, Training mit kaputten Bällen und Outdoor-Tischtennis. Besondere Aufmerksamkeit zog schon alleine wegen seiner vielen Trainings-Hilfsmittel der frühere hessische Landestrainer Horst Heckwolf auf sich: “Ich habe mein ganzes Auto in Darmstadt vollgeladen und versuche, alle Ideen für ein attraktives Anfängertraining zu zeigen. Die Seminarteilnehmer haben toll mitgemacht.” In der Tat: So meldete sich Uwe Hamm (Lichtenwald), Bruder des früheren Deutschen Jugendmeisters Klaus Hamm, extra zu diesem Seminar an: “Ich will nach einer Pause wieder Training machen - bei den ganz Kleinen.”

Partner Butterfly ebenfalls zufrieden

Zu einer solche Mammutveranstaltung gehört auch immer die vollständige Ausrüstung aller Seminarräume mit den notwendigen Material. So lieferte BaWü-Werbepartner Butterfly am Freitag 36 Tische, die zugehörigen Netze und Umrandungen und einiges mehr mit zwei LKW per Spedition an und holte alles wieder am Montag ab. Positiver Nebeneffekt: 12 gebrauchte Tische wurden von 7 Vereinen vor Ort zu reduzierten Preisen gekauft, weitere Interessenten kamen mit Butterfly-Einzelhändler Frederick Harlos aus Nürtingen) ins Gespräch. Eine win-win-win-Situation für Butterfly, die Vereine und TTBW … 

Breitensportpreis und Interview mit Kristina Bredow (Kinderschutzbeauftragte TTBW)

Das Ende der Mittagspause wurde im Atrium vor großer Zuschauer/Teilnehmer-Menge zu einer Preisverleihung genutzt: Aus den Händen von Jonas Schlüter (Breitensportbeauftragter TTBW) erhielten die TTF Kisslegg in Person von Armin Zeh den Breitensportpreis in Form eines 200 €-Gutscheins. Der rührige Verein gestaltet sein Programmangebot äußerst vielfältig über mini-Meisterschaften, Anfängerkurse, Veranstaltungen, Ausflüge und und und … - ein Beispiel zum Nachmachen!

Das Thema Kinderschutz ist seit einigen Jahren in aller Munde. Auch Tischtennis Baden-Württemberg nimmt den Schutz vor physischer und psychischer Gewalt für den Nachwuchs sehr ernst. Seit einigen Jahren in der Satzung festgeschrieben, besitzt der Verband seit einigen Jahren sehr engagierte Kinderschutzbeauftragte. Seit einem Jahr kümmert sich Kristina Bredow (Bietigheim-Bissingen) um die Thematik. Im Interview mit Geschäftsführer Thomas Walter stellte sie sich dem Publikum zunächst vor, zeigte die Verbindung ihrer beruflichen Tätigkeit zu dieser ehrenamtlichen Aufgabe, erläuterte die Bedeutung des Kinderschutzes in TTBW und gab einen Überblick zu den Möglichkeiten, mit dem Verband Kontakt aufzunehmen, sobald ein Problem auftritt. Intention der Arbeit ist für Kristina Bredow: "Mir geht es darum, den TrainerInnen mitzugeben, dass sie die Kinder ansprechen sollen, falls sie u. a. beim Spielen bemerken, dass irgendwas nicht stimmt. Beim TT merkt man immer schnell, ob jemand in guter Verfassung ist. Es geht dabei nicht um die Leistungsfähigkeit, sondern darum, achtsam zu sein und Hinweise wahrzunehmen, dass das Kind Angst hat oder irgendwas nicht in Ordnung ist.”

Top-Organisation und Helferteam

“Es war wieder mal ein gelungenes Event!” Andreas Leinenbach freute sich auch zwei Tage danach riesig über die tollen Rückmeldungen zum Vereins-Service-Tag. “Die Rückmeldungen (aktuell 57) zeigen uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind.” So meldeten Teilnehmer zum Beispiel: 

* "Sehr gelungene Veranstaltung. Großes Lob an alle Helfer und das Team. Ihr habt einen mega Job gemacht!"

* "Wie immer sehr gut 👍 Es ist immer wieder schön, sich mit Gleichgesinnten zu treffen und auszutauschen."

* "Danke für die großartige Organisation, die vielfältigen Themen, die vielen Referenten. Ihr macht ausgezeichnete Arbeit und könnt stolz sein auf den VST!"

* “Super-Helferteam”

Wer gut bleiben will, oder gar besser, muss sich ständig selbst prüfen. Da die Teilnehmerzahl in diesem Jahr leicht rückläufig war, laufen bereits Überlegungen in Richtung der Gestaltung der Seminarthemen und Referenten. Wir sind für Neuerungen und Ideen in diese Richtung immer offen.

Auch in der Vorarbeit gab es eine Menge zu leisten. So koordinierte Anja Graf in der Geschäftsstelle die An- und Ummeldungen. Dies wurde in diesem Jahr durch die erstmalige Ausbildung zum “Bewegungscoach” und das Seminar der Heidelberger Ballschule etwas anspruchsvoller.

Fazit aus Sicht von Andreas Leinenbach an alle Beteiligten: “Vielen Dank dafür! Ich freue mich schon auf unsere nächsten VST's, definitiv bei kühleren Temperaturen 😄!”

Bericht: Thomas Walter

Fotos: Volker Arnold

TTBW-Präsident Rainer Franke eröffnete den Vereins-Service-Tag.
Chef-Organisator Frank Fürste erläuterte den Ablauf mit den Seminaren.
die Referenten beim Vereins-Service-Tag
Das Helfer-Team beim Vereins-Service-Tag
Andreas Leinenbach (Ressortleiter Aus- und Fortbildung) hatte alle Zügel der Organisation in der Hand.
Hubert Röderer (Vizepräsident Öffentlichkeitsarbeit) und Referent Konstantin Chepkasov
Konstantin Chepkasov zeigte die Rückhand-Technik
Armin Zeh (links) von den TTF Kisslegg erhielt aus den Händen von Jonas Schlüter (Ressortleiter Breitensport) den Breitensportpreis.
Thomas Walter interviewte Kristina Bredow (Kinderschutzbeauftragte).
Referent Markus Reiter
Wieland Speer referierte über "Training mit kaputten Bällen".
Lisa Hörz leitete das Seminar "Mini-Athleten".
Wieland Speer
Horst Heckwolf zeigte Balleimer-Variationen für das Anfängertraining.
Frank Fürste beim Aufschlag-Training

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