Jendrick Kopf, geboren am 19. Februar 2002, wohnhaft in Oberschopfheim/Ortenaukreis, Tischtennisbezirk Mittelbaden. Bei seinem Heimatverein, der DJK Oberschopfheim, hat er schon immer gespielt, in der Jugend zudem noch bei den TTF Kappel. Nach dem Abitur auf dem Wirtschaftsgymnasium in Offenburg hat er ein Freiwilliges soziales Jahr (FSJ) als Haustechniker im Altersheim absolviert. Nach einer abgeschlossenen Ausbildung zum Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung ist er nun Student der Wirtschaftsinformatik an der Hochschule Offenburg. Der 24-Jährige ist ledig und neuerdings Kapitän der 1. Mannschaft.
Du spielst bei der DJK Oberschopfheim Tischtennis: In welcher Liga?
Bezirksliga Süd.
Wie war deine Bilanz in der vergangenen Saison?
Ich hatte eine 10:18-Bilanz.
Was denkst du: Wirst du in fünf Jahren drei bis fünf Spielklassen höher spielen?
Mein sportlicher Ehrgeiz sagt ja. Aber realistisch betrachtet, werde ich vielleicht ein oder zwei Klassen höher spielen.
Wie oft trainierst du in der Woche?
Zurzeit zwei- bis dreimal.
Welchen Punktewert hast du – und wäre der besser, wenn du mehr trainieren würdest?
Aktuell habe ich 1.450 Punkte. Ich denke schon, dass der Wert besser wäre, wenn ich mehr trainieren würde.
Wann hattest du deinen ersten Schläger in der Hand? Wer hat ihn dir gegeben?
Meinen ersten Schläger hatte ich mit drei Jahren in der Hand. Mein Vater hat ihn mir gegeben.
Kannst du dich an deine Tischtennis-Anfänge noch erinnern?
Die hatte ich in unserem Vereinsheim, dem DJK-Heim. Dort war ich in der Anfängergruppe und habe das erste Gefühl für Ball und Schläger bekommen.
Welches sind deine spielerischen Stärken?
Die liegen im Angriff. Die Rückhand ist eher besser als die Vorhand: Ich bin Linkshänder.
Was glaubst du? Wo und wie könntest du dein Spielniveau verbessern?
Durch gezieltes Trainieren der Schwächen, durch mehr Balleimertraining, aber auch durch Koordinations- und Konditionstraining.
Wie viele Personen aus deiner Familie, deinem familiären Umfeld spielen Tischtennis?
Früher waren wir zu dritt, heute spielt nur noch mein Vater.
Welchen Anteil an deinem Tischtennis-Werdegang hatten deine Eltern?
Meine Eltern hatten einen sehr großen Anteil an meinem Tischtennis-Werdegang. Wie schon erwähnt, spielt mein Vater Thomas immer noch aktiv, Mutter Petra war früher mal aktiv.
Auf welche Tischtennis-Erfolge bist du stolz?
Auf den Gewinn der Vereinsmeisterschaft 2025. Außerdem wurde ich mit meiner damaligen Schulmannschaft im März 2018 Zweiter im Landesfinale bei ‚Jugend trainiert für Olympia‘. Stolz bin ich auch auf die Meisterschaft in der Kreisklasse A der Schüler in der Saison 2012/2013 und auf den zweiten Platz bei den Bezirksmeisterschaften 2017 der U18 B und den dritten Platz bei den Bezirksmeisterschaften der U18 B 2018. Bei den Vereinsmeisterschaften der Schüler belegte ich 2013 und 2014 ebenfalls den ersten Platz.
Und welche Niederlagen nagen an dir bis heute?
Speziell fällt mir keine ein, ich hadere allerdings nach jeder Niederlage mit mir. Aber ich versuche, so schnell es geht, wieder positiv zu denken und nicht so lange drüber nachzudenken.
Warum bist du nicht Tischtennis-Nationalspieler geworden?
Da haben mir das nötige Talent und der dazugehörige Ehrgeiz gefehlt. Außerdem habe ich früher nicht nur Tischtennis gespielt, sondern war auch im Fußball aktiv.
Welches sportliche Ziel möchtest du unbedingt erreichen?
Als ich als Kind Spiele der 1. Mannschaft der DJK Oberschopfheim in der Verbandsliga als Zuschauer besuchte, wollte ich später auch mal in dieser Liga spielen. Daher würde ich gerne mal eine ganze Saison in der Verbandsliga spielen. Zwei Ersatz-Einsätze hatte ich bereits. Allerdings ist das Team inzwischen in der Bezirksliga am Start.
Du bist jetzt als Jüngster des Teams neuer Kapitän von DJK Oberschopfheim I. Was möchtest du mit dem Amt bewirken?
Als Spielführer setze ich mir zum Ziel, die Mannschaft zusammen zu halten und alle zu motivieren, eine gute Saison zu spielen und das Bestmöglichste unserer Talente herauszuholen.
Du bist vor einigen Monaten auch als Übungsleiter, wenn auch noch ohne Trainerlizenz, ins Trainergeschäft eingestiegen: Warum?
Ich möchte meinen Teil zur erfolgreichen Zukunft unseres Vereins beitragen, indem ich unseren Nachwuchs fördere, und den Mädchen und Jungen die Freude am Tischtennis näherbringen.
Könnte ein Trainerlehrgang für dich reizvoll sein?
Ja, durchaus. Zum einen, um den Kindern als Übungsleiter noch mehr beibringen zu können. Zum anderen auch, um mich als Person weiterzubilden und weiterzuentwickeln.
Gibt es Tischtennisregeln, die man ändern sollte?
Aktuell würde ich keine Regel ändern.
Und gibt es Regeln, die man einführen sollte?
Man könnte vielleicht mal über eine sogenannte ‚Shotclock‘ beim Aufschlag nachdenken. Damit man ähnlich wie im Tennis eine bestimmte Zeit hat, um den Aufschlag durchzuführen, ansonsten wird man bestraft.
Was hat der Tischtennissport dir ganz persönlich bislang gebracht?
Der Sport bringt mir viel Freude. Das großartige Vereinsleben und das Spielen in einer Mannschaft fördern meine Softskills. Durch Niederlagen trainiere ich öfter meine Frustrationstoleranz.
Wie gelingt es dir, Tischtennis und Studium unter einen Hut zu bekommen?
Ich habe meine fixen Trainings- und Spieltage in der Woche, und da plane ich eben mein Privatleben drum herum.
Wie spielt der Partner mit, die Familie?
Meine Freundin hat das von Anfang an akzeptiert und kennt mich nur so. Sie besucht auch regelmäßig meine Spiele und unterstützt mich tatkräftig. Auch meine Eltern unterstützen mich dabei. Meine Mutter kommt regelmäßig zu den Heimspielen, mein Vater ebenfalls, außer er hat selbst ein Spiel.
Apropos Schmerzgrenze: Kam auch schon mal der Gedanke: ‚Jetzt reicht’s‘?
Nein, den Gedanken hatte ich noch nie, da der Sport mir zu viel Spaß macht und ich mir ein Leben ohne Tischtennis gar nicht vorstellen kann.
Wie oft hast du für deine Tätigkeit auch schon Lob von Dritten geerntet?
Immer mal wieder bekomme ich ein Lob, zum einen für die Unterstützung in der Jugendarbeit, aber auch für die Tätigkeit als Mannschaftskapitän.
Hast du noch andere Hobbys?
Ich habe früher neben dem Tischtennis noch Fußball gespielt, aber nur bis zur E-Jugend. Dann habe ich mich fürs Tischtennis entschieden. Später kam Schlagzeug dazu, welches ich im örtlichen Musikverein gespielt habe. Ich spiele mittlerweile nicht mehr im Musikverein, aber privat setze ich mich immer noch ab und zu ans Schlagzeug und spiele das ein oder andere Stück.
Welche Sportarten hättest du dir sonst noch vorstellen können?
Tennis oder Rennradfahren.
Hast du schon mal ein richtig großes Tischtennis-Event besucht?
Ich habe den ‚FM Munzer Super Cup‘ in Offenburg besucht, mit Timo Boll, Dimitrij Ovtcharov, Jan-Ove Waldner und weiteren Tischtennis-Stars. Zu einem Bundesligaspiel oder dem Pokal-Final-Four in Neu-Ulm hat es bisher leider noch nicht gereicht.
Oder hast du schon mal ein völlig anderes Event besucht, etwa ein Konzert?
Ich war bereits auf vier „Tote-Hosen“-Konzerten und einem „Rammstein“-Konzert. Und ich war auch schon bei Ed Sheeran.



