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Hintergrundberichte   Pressemitteilung  

Qianhong Gotsch bei den Pokalmeisterschaften in Kolbermoor würdig verabschiedet

Eine Tischtennis-Ikone geht von der großen Bühne

Verabschiedung von Hongi Gotsch, hier mit Annett Kaufmann

Im Jahr 1991 begann für Qianhong Gotsch eine persönliche, sportliche Reise, die ihresgleichen suchte. Mit dem Engagement bei der SV Böblingen startete die gebürtige Chinesin in ein Abenteuer im bis dato noch fremden Land. Ein erster Schritt, der sich für sie im Nachhinein als Glücksfall erwies: Schnell spielte sie sich in die Herzen der Zuschauer und avancierte in drei Jahrzehnten zur erfolgreichsten Spielerin in der Geschichte der Frauen-Bundesliga. Nun wurde die Ausnahmekönnerin, ehemals Nummer vier der Weltrangliste, Olympia-Fünfte von Sydney und Europameisterin 2000, beim SV DJK Kolbermoor gebührend und mit reichlich Emotionen verabschiedet.

Der Applaus in der Kolbermoorer B2X-Arena mit „standing ovations“ war groß und lange anhaltend, als Qianhong Gotsch im Rahmen der Deutschen Pokalmeisterschaften – vor Beginn des Finalspiels - vom Hallensprecher in die Hallenmitte gebeten wurde. „Es ist schön, dass sie von Verein, Mannschaft und dem Publikum solch einen würdigen Abschluss bekommt“, sagte ihr Ehemann Ingo Gotsch, der mit den inzwischen erwachsenen Kindern Timo und Hannah in Oberbayern vor Ort war. Allesamt waren sie von der Szenerie bewegt. In Anerkennung für herausragende Jahre, zuletzt beim Bundesligisten SV DJK Kolbermoor, positionierte sich Gotsch – sinnbildlich für die Erfolge der letzten Jahrzehnte – auf dem Siegerpodest. Für die 57-jährige Gärtringerin gab es einen Blumenstrauß von Abteilungsleiter Dr. Michael Fuchs, der ihr genauso wie Sabine Balletshofer-Wimmer großen Respekt für die beispiellose Karriere zollte. Die Vorstandssprecherin des Hauptvereins und dritte Bürgermeisterin der Stadt Kolbermoor überreichte der Ausnahmeathletin im Namen der bisherigen Teamkameradinnen eine „süße Überraschung“ in Form eines Vereinsfotos mit Pralinengarnitur. „Nicht nur sportliche Klasse zeichnete Hongi aus, sondern auch ihre Haltung am und neben dem Tisch“, sagte der Kolbermoorer Hallensprecher, „vielen Dank für alles, was du uns im Sport gegeben hast, deinen Einsatz und deine Leidenschaft.“ 

Gotschs ehemalige Böblinger Teamkollegin Annett Kaufmann, die gemeinsam mit ihr ins Alpenvorland wechselte, gehörte zu den Ersten, die nach der Ehrung die Tischtennis-Ikone umarmten und „Hongi“ Gotsch die allerbesten Glückwünsche für die Zukunft übermittelten. Die eine aktiv am Tisch, die andere als Zuschauerin – Kaufmann und Gotsch erhofften sich bei den Pokalmeisterschaften den Finaleinzug des SV DJK Kolbermoor. Doch im Halbfinale des Final Four setzte es gegen Abonnementssieger ttc berlin eastside eine schmerzhafte 2:3-Niederlage (Punkte durch Annett Kaufmann und Huang Yu-Chiao). 

Das sportliche Ergebnis war bei der Ehrung von Gotsch schon wieder in den Hintergrund geraten, am Ende überwogen die Gefühle. „Es war der gelungene Schusspunkt hinter eine ganz besondere Reise, der Abschied war schön und auch die Ansprache des Vereinsvertreters war sehr wertschätzend“, sagte Qianhong Gotsch.

Bericht: Thomas Holzapfel

Fotos: privat

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Tischtennis Baden-Württemberg (TTBW) hat Hongi viele einzigartige Stunden bei Wettkämpfen, insbesondere in der Damen-Bundesliga für die SV Böblingen und den TSV Betzingen, zu verdanken. Die Verantwortlichen des Verbandes sowie viele Tischtennis-Fans wünschen Hongi für die Zukunft alles Gute und hoffen, sie auch zukünftig in den Tischtennis-Hallen begrüßen zu dürfen!

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Auch auf „Timos Blog“ - ein äußerst lesenswerter Artikel von myTT-Volontär Timo Gotsch, dem Sohn von Hongi:

https://www.mytischtennis.de/news/blogs/timos-blog-abschied-einer-grossen-aber-normalen-spielerin

Verabschiedung Hongi Gotsch, hier mit einer Hauptvereinsvertreterin
Zum Abschied ein süßes Präsent.

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