Noch vor wenigen Wochen machte er mit Freunden und Vereinskollegen „seiner“ DJK Oberschopfheim (Bezirk Mittelbaden/früher Ortenau) große Radtouren entlang von Saar, Mosel und Donau. Er wirkte fit wie eh und je, verdrängte mit großem Optimismus seine heimtückische Krankheit. Die Botschaft, die er stets vermitteln wollte: Das werde sich bestimmt bald wieder zum Guten wenden und er gesund werden. Doch er wurde es nicht mehr. Am Sonntag vor einer Woche, am Tag seines 65. Geburtstages, ist Michael Malutzki im Kreise seiner Familie gestorben.
Er hinterlässt seine Ehefrau Anne sowie die Kinder Heike, Jonas und Jutta, mit Familien – alle hatte Michael Malutzki einst zur DJK und zum Tischtennis gebracht. An diesem Donnerstag, 17. September, findet um 14 Uhr in der Pfarrkirche Sankt Leodegar die Trauerfeier statt, ehe er im engsten Familien- und Freundeskreis zu Grabe getragen wird.
Drei ganz besondere Merkmale prägten sein Leben. Er war ein großer Familienmensch, genoss es mitzuerleben, wie die Kinder ihm und seiner Anne, die er 1987 heiratete, fünf Enkel schenkten: Anton, Theo, Malina, Lennart und Ella. Ihnen widmete er sich mit großer Freude. Dann war da sein Beruf, der ihn besonders auch in Lahr, Kuhbach und Reichenbach bekannt machte. Geboren 1961 als Sohn von Alois und Hedwig Malutzki, absolvierte er bei seinem Onkel Fritz Krämer die Ausbildung zum Schornsteinfeger. Nach dem erfolgreichen Besuch der Meisterschule in Ulm trat er 1992 sogleich seinen ersten Kehrbezirk an: in Zell im Wiesental.
Nach drei Jahren erfolgte die Rückkehr in die geliebte Heimat: Er bekam einen Bezirk in Lahr, Kuhbach und Reichenbach. Bei unzähligen Menschen ging er bis zum Eintritt in den Ruhestand ein und aus, „der Michael“ - oder „de Michel“ - war als Kaminfeger bekannt und beliebt.
Er war auch ein Naturmensch, er wanderte gerne, fuhr gerne Rennrad und Motorrad. Sein ganz großes Hobby aber war der Tischtennissport: Michael Malutzki war über Jahrzehnte eine feste Größe der 1. Mannschaft der DJK Oberschopfheim, mit der er von der Bezirksklasse über die Landesliga bis zur Verbandsliga große Erfolge und Meisterschaften feiern konnte. Einige Jahre trat er während seiner beruflichen Abwesenheit auch in Zell im Wiesental an die Platte.
Großes Glück bedeutete es für ihn auch, schon früh seinen Sohn als Teamkollegen an seiner Seite zu haben. Diese Jahre waren sportlich mit die erfolgreichsten in der 63-jährigen DJK-Vereinsgeschichte.


