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mini-Meisterschaften im Verband TTBW: Knapp 100 Jungen + Mädchen beim Verbandsentscheid

TTC Ringsheim ein Top-Veranstalter

Es wurde an Tischen jeder Größe gespielt.

RINGSHEIM. „Die mini-Meisterschaften sind bis heute eine Erfolgsveranstaltung“, zog Wieland Speer ein positives Fazit. Der Verbandsentscheid am Samstag in der Kahlenberghalle habe sich ausgezeichnet in die lange Reihe dieses bundesweiten Events eingefügt. Mit etwas Glück werde es auch diesmal gelingen, Jungen und Mädchen zum Tischtennis zu bringen und, erst recht, zu den rund 950 Vereinen im Verbandsgebiet zwischen Bodensee und Ludwigsburg, zwischen der Ortenau und der Ostalb. Speer ist Vizepräsident Sportentwicklung im Verband TTBW (Tischtennis Baden-Württemberg). Ihm liegt besonders am Herzen, über alle möglichen Events die Sportart in die Breite zu bringen, auf dass auch die Spitze profitiert. Speer war bereits 1983 dabei, als die mini-Meisterschaften bundesweit Premiere feierten. Auch diesmal, in der Saison Nummer 43, die im vergangenen Herbst mit Ortsentscheiden begann, unterstützte der 63-Jährige mit seinem Know-how den Ausrichter, diesmal den TTC Blau-Weiß Ringsheim: „Die mini-Meisterschaften sind die größte Breitensport-Werbeaktion für Kinder bis zwölf Jahre – hinsichtlich der Zahl der Veranstaltungen wie auch der Teilnehmerzahl, mit bislang weit über 50.000 Ortsentscheiden und mehr als 1,5 Millionen Teilnehmern.“ Die meisten Ortsentscheide wurden in dieser Saison im Bezirk Hohenlohe durchgeführt – genau 24.

Der TTC Ringsheim hatte sich im Rahmen eines Doppeljubiläums beworben – und den Zuschlag erhalten. So feiert der Verein 2026 75-jähriges Bestehen, zudem ist der Verbandsentscheid Teil des Dorfjubiläums „800 Jahre Ringsheim“. Groß das Engagement, so Vorsitzender Florian Scheer: „Rund 70 Helfer mussten organisiert werden. Unser Ziel war es, uns als Verein gut darzustellen.“ Was nach Meinung vieler vollauf gelungen ist – immerhin kamen Spieler und Betreuer aus fast ganz Baden-Württemberg.

In drei Altersklassen wurde gespielt. Alle mussten sich über Orts- und Bezirksentscheide qualifizieren, durften vor dem Ortsentscheid an keinem Verbandsspiel angetreten sein. Fand dieser bereits zu einem frühen Stadium statt, im September 2025, konnte ein Kind bereits eine ganze Saison in einer Mannschaft Erfahrung gesammelt haben – bei nicht wenigen der Fall. So staunte über „das hohe Niveau hier“ auch Alen Kovac, Bundesligatrainer beim ESV Weil, auch die amtierende Landesmeisterin Lea Lachenmayer hat er unter seinen Fittichen. Er freute sich über den dritten Platz seines achtjährigen Talents Sead Muratovic, dessen Vater genauso strahlte wie Dutzende andere Eltern, die ihre Kinder anfeuerten oder, nach tränenreicher Niederlage, trösten mussten. Sieger in der Klasse der Jüngsten (bis 8) wurde Louis Weckler vom FC Langenburg. Die Altersklasse 9/10 entschied Milon Strinz aus Oberboihingen für sich, die Klasse 11/12 Anthony Youens vom TV Derendingen. Jüngste Mädchensiegerin war Sina Findeisen vom TTV Erdmannhausen, die Altersklasse darüber entschied Zsofia Nagy, die höchste Altersklasse Maline Guttknecht, beide ebenfalls FC Langenburg. 

Vor Ort vom Verband TTBW auch Armin Zeh (Beauftragter Mini-Meisterschaften) und Jonas Schlüter (Ressortleiter Breitensport). Unter den Zuschauern auch Martina Schubien, Sportdirektorin der ARGE Leistungssport, einem Bündnis von TTBW und Badischem Tischtennisverband (Nordbaden); der südbadische Verband ist bereits seit Jahren Teil von TTBW. Möglich, dass dem einen oder anderen Talent bald eine Einladung zu einem Lehrgang ins Haus flattert, wie einst Bastian Steger: 1990 wurde er Bundes-Mini-Champion – und später Nationalspieler. 

Insgesamt hatten sich 120 Kinder für den Verbandsentscheid qualifiziert, ein paar wenige mussten erkrankt absagen – oder schwänzten. Ein Junge, Ortssieger, war angereist, konnte aber nicht starten, bedauerte Speer: Das Teilnehmerfeld war voll: Die Verantwortlichen daheim hatten es versäumt, ihn für den Bezirksentscheid zu melden. Eine solomonische Lösung – Start im Mädchen außer Konkurrenz – war für den Jungen keine Option. So trat die Familie unverrichteter Dinge den Heimweg an – „schade“, so Speer. 

Aus der Ortenau waren acht Kinder am Start: Sie holten fast durchweg gute Resultate, aufs Treppchen schaffte es niemand, indes kein Grund, Trübsal zu blasen. Genossen sie es doch auch, sich mit dem von Benedikt Kneifel (TTBW-FSJ’ler) betreuten Tischtennis-Roboter zu duellieren oder an den zahlreichen Mini-Tischen zu üben, die kaum einen Meter lang und kniehoch sind und auch Kleinkindern bereits eine Riesenfreude bereiten können. Doch auch Erwachsene hatten dabei ihren Spaß, darunter Bürgermeister Pascal Weber. Erst recht eine Gaudi der Riesenrundlauf um zwei Tische - mit Dutzenden jungen Akteuren. Speer erinnerte auch an den im April in Reutlingen aufgestellten Rundlauf-Weltrekord mit 630 Personen - um einen einzigen Tisch herum. Große Augen machten viele Kleine auch beim Schaukampf zwischen Leni Rothfuss (DJK Offenburg) und Max Vogt (TTC Renchtal) – mit faszinierenden Top-Spin-Bällen. 

Auch so was kann für die Steppkes motivierend wirken, ebenso die Medaillen und Urkunden, die alle erhielten. „Am wichtigsten nun, dass jenen Kindern, die noch nicht im Verein sind, gute Anschlussangebote gemacht werden, etwa Schnupperkurse“, so Wieland Speer. Und dass mit den örtlichen Grundschulen kooperiert wird – wie auch mit den Kitas vor Ort: „Man kann zum Teil schon mit vier Jahren mit dem Tischtennis beginnen.“

Das Bundesfinale steigt vom 12. bis 14. Juni in Hannover. Dort wird Tischtennis Baden-Württemberg von den Siegern des Super-Finals (Altersklasse unter 8 gegen Altersklasse unter 10) vertreten. Dies sind: bei den Jungen Louis Weckler und bei den Mädchen Zsofia Nagy. Alles Gute Euch beiden!

Bericht und Fotos: Hubert Röderer

Ergebnisse

Fotos und Videos - von Wieland Speer und Jonas Schlüter

Jonas Schlüter (Ressortleiter Breitensport) und Wieland Speer waren Teil der Turnierleitung.
Schaukampf zwischen Leni Rothfuss (DJK Offenburg) und Max Vogt (TTC Renchtal)
Vizepräsident Sportentwicklung, Wieland Speer, gab den Schaukämpfern Tipps.
Die Sieger der "Super-Finals" und damit Teilnehmer beim Bundesfinale vom 12. bis 14. Juni in Hannover: bei den Jungen Louis Weckler und bei den Mädchen Zsofia Nagy.

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