Auf internationaler Ebene stellen die Euro Mini Champs im elsässischen Schiltigheim eine erste Standortbestimmung für den Tischtennisnachwuchs der Jahrgänge 2013 und jünger dar. Aus Sicht der baden-württembergischen Talente erfolgt diesbezüglich ein wenig der „Wurf ins kalte Wasser“, da hierzulande noch Schulferien sind, während der Nachwuchs aus anderen Bundesländern und anderen Nationen bereits voll auf Betriebstemperatur ist. Unter diesen Voraussetzungen verkauften sich Svenja Hepp (FC Külsheim) und Dana Haspel (TTC immoXone Bietigheim-Bissingen) in Schiltigheim mehr als teuer.
Die elfjährige Svenja Hepp startete mit einem Sieg und einer Niederlage in der Dreiergruppe der Vorrunde, in der nachfolgenden Gruppe (sogenannte Stage 2) landete sie ebenfalls mit einer 1:1-Bilanz auf dem zweiten Rang und im dritten Turnierdurchgang musste sie nach Niederlagen gegen die Französin Aliénor LeBourgeois und die spätere Turniersiegerin Mehin Mirzabalayeva aus Aserbaidschan den Gang in die Trostrunde antreten. In dieser sogenannten Consolation Round ließ die Külsheimerin dann am letzten Tag nicht viel anbrennen, nur im Endspiel gegen die Deutsche Luisa Fan (Westdeutscher Tischtennisverband) war dann beim 0:3 nicht viel drin.
Dana Haspel startete im Wettbewerb des Jahrgangs 2013 mit drei 3:0-Siegen in der Vorrunde. In „Stage 2“ folgten zwei 3:1-Erfolge über Emeline Feisthammel (Frankreich) und Tereza Blechova (Tschechien), ehe sie mit weiteren Siegen über Teodora Sardeni (Rumänien) und Romy Delberghe (Frankreich) den Einzug in die Hauptrunde festmachte. Zu fortgeschrittener Stunde am Samstagabend musste sich die 13-Jährige dann mit 0:3 der Italienerin Serena Rossati geschlagen geben.
„In einem Turnier mit über 400 Teilnehmern haben sich unsere Schützlinge gut aus der Affäre gezogen, auch wenn noch etwas Luft nach oben war“, bilanzierte Sportdirektorin Martina Schubien, die gemeinsam mit Landestrainer Andreas Dörner das vom DTTB nominierte Duo betreute. Neben ihren Spielerinnen kamen auch die beiden Trainer auf Grund der immens hohen Luftfeuchtigkeit in der Halle gehörig ins Schwitzen. „Die Halle ist bekannt dafür, aber mit diesem Umstand müssen ja alle leben“, meinte Schubien. Positiv fällt derweil die recht kurze Anreise ins Gewicht. „Mit einer Anfahrtszeit von etwa einer bis anderthalb Stunden ist dies das angenehmste internationale Turnier.“
In dieser Woche trifft sich der ARGE-Nachwuchs an der Landessportschule in Albstadt-Tailfingen zum traditionellen Saisonvorbereitungslehrgang. Unter Leitung von Trainer Sebastian Lenz steht neben intensiven Trainingseinheiten auch ein Antidopingseminar und ein Fototermin auf dem Programm.
Bericht: Thomas Holzapfel
Fotos: ARGE LS BaWü




