39 Teilnehmer fanden sich am vergangenen Samstag von 9:00 bis 15:15 Uhr zur ordentlichen Landesverbandsausschuss-Sitzung (LVA) von Tischtennis Baden-Württemberg in der Sportschule Albstadt zusammen. Das Sportschul-Team um den ehemaligen stv. Geschäftsführer und jetzigen Sportschul-Leiter Markus Senft hatte alles bestens vorbereitet.
Es wurde sehr intensiv diskutiert, einige heiße Eisen galt es, zu entscheiden. So lehnte Präsident Rainer Franke als Moderator der Tagung zu Beginn die Behandlung des Antrags Nr. 15 ab. Darin war die Weitergabe von Unterlagen durch das Präsidium an die LVA-Mitglieder gefordert worden. Franke begründete seinen Schritt mit rechtlichen und datenschutzrechtlichen Bedenken.
Fast alle Themen der Tagesordnung wurden von der anstehenden Bezirksreform ("aus 21 mach 12" Bezirke) tangiert. Die rechtliche Umstellung war bereits am 1.01.2026 erfolgt, die praktische Umsetzung im Sports folgt am 1.07.2026. Dies setzt noch die Durchführung sogenannter Gründungsbezirkstage voraus, die im Mai und Juni stattfinden und in deren Verlauf auch die neuen Bezirks-Mitarbeiter gewählt werden.
Haushalt
Björn Thiele, Vizepräsident Finanzen, präsentierte den aktuellen Buchungsstand der Haushaltsrechnung 2025. Derzeit laufe alles auf eine "schwarze Null" hinaus, wusste er zu berichten. Die Genehmigung der dann fertig erstellten Jahresrechnung erfolgt in der Sommer-LVA-Sitzung. Auch den neuen Haushaltsplan 2026 stellte Thiele den Mitgliedern des LVA vor und beantwortete offene Fragen.
Änderungen der Wettspielordnung
In Bezug auf den Spielbetrieb standen eine Reihe von Anträgen zur Abstimmung. Beschlossen wurde die Einführung einer Verbandsklasse Erwachsene (also nicht bei den Damen) ab der Saison 2027/28, eine Folge der Reduzierung der Sollstärke in den Verbandsspielklassen von 10 auf 8 Teams.
Play-off-Runden am Saisonende sind ab der Saison 2026/27 grundsätzlich möglich.
Erhöhung der Mannschaftsbeiträge
Ein Antrag betraf die Mannschaftsbeiträge. Ab der neuen Saison wird für die Meldung von Damen- und Erwachsenen-Mannschaften 60,- € statt 40,- € Gebühr erhoben. Diese Erhöhung gleicht eine Erhöhung des Bundesbeitrags durch den DTTB eins zu eins aus. Die Hintergründe hatte zuvor Dr. Wolfgang Dörner, Vorstandsvorsitzender des Deutschen Tischtennis-Bundes (DTTB), per Video-Schalte erläutert.
Erhöhung der Eigenbeteiligung
Auch die Nachwuchsspieler müssen sich zukünftig stärker an Fördermaßnahmen beteiligen. Für den Einsatz bei nationalen und internationalen Turnieren wird zukünftig ein Eigenanteil von 50,- statt 20,- €/Tag berechnet. Bei Lehrgängen erhöht sich der Tagessatz von 10,- auf 15,- €.
Ebenso erhöhen sich einige Gebührensätze in der Trainerausbildung. Die dreiwöchige Trainer C-Ausbildung kostet zukünftig 540,- statt 490,- €, die der Schülermentoren auf 490,- statt 440,- €. Auch Teilnehmer des Vereins-Service-Tages müssen ab der Veranstaltung am 27. Juni tiefer in die Tasche greifen: 89,- statt 79,- €.
Neue Schiedsrichtergebühren
Ab der neuen Saison 2026/27 gilt: Für jeden Pflichtschiedsrichter wird eine Gebühr in Höhe von 175,- € (bisher: 150,- €) erhoben. Dieser Betrag fällt für Teams ab der Bezirksoberliga an. Für jeden aktiven vorhandenen Schiedsrichter erhält der Verein eine Gutschrift in Höhe von 250,- € (bisher: 200,- €).
Meldung bei Nichtantreten
Bisher musste bei Nichtantreten der Gegner oder der Spielleiter informiert werden. Um fehlende Weiterleitungen zu vermeiden, muss jetzt ausschließlich der Gegner informiert werden. Im Unterlassungsfall werden - wie bisher - 50,- € Strafe fällig.
Berichte aus allen Ressorts
Zu den Themen Personal, Sport, Jugendsport, Öffentlichkeitsarbeit, Sportentwicklung, Geschäftsstelle sowie aus den Bezirken, der ARGE LS BaWü, zu myTischtennis und dem DTTB wurden von den jeweils verantwortlichen Mitarbeitern ausführliche Berichte abgegeben.
Rücktritt des Rechtsausschuss-Vorsitzenden
Im Verlaufe der Sitzung trat Rolf Eißler, seit über 22 Jahren Vorsitzender des Rechtsausschusses und zuvor 10 Jahre Vorsitzender des Schiedsgerichts, von seinem Amt zurück. Er begründete dies mit dem fehlenden Vertrauen durch das aktuelle Präsidium. Norbert Strecker und Gerhard Rehmann würdigten anschließend die großen Verdienste Eißlers.
Präsident Rainer Franke dankte allen Sitzungsteilnehmern für die engagierte Mitarbeit und wünschte einen guten Nachhauseweg, gute Spiele am Abend und eine erfreuliche Zukunft für den Tischtennissport. Die nächste Landesverbandsausschuss-Sitzung findet am 20. Juni 2026 in Ottenau statt.
Bekanntmachungen: Ergebnisse Anträge LVA, 24.01.2026
Bericht: Thomas Walter
Fotos: Hubert Röderer/Thomas Walter










