Die Fußballer und die Handballer haben es schon hinter sich, nun stecken auch die
Tischtennisspieler in Baden-Württemberg mitten im Prozess einer Strukturreform. Zurückgehende Spieler- und Funktionärszahlen sowie unterschiedlich große Bezirke machten die Reform der Bezirke nötig, um im Verband Tischtennis Baden-Württemberg künftig einen stabilen und qualitativ guten Spielbetrieb von den Kreisligen bis zu den Verbandsspielklassen sicherzustellen. Mit der Saison 2026/27, die am 1. Juli offiziell begann, ist eine neue Zeitrechnung angebrochen. Aus 21 Bezirken wurden zwölf. Dies hat natürlich auch Auswirkungen auf die Tischtennisspieler aus der Region. Nach Monaten der Vorbereitung und zahlreichen Sitzungen wurden die bisherigen Bezirke Esslingen und Staufen vereint. Der neue Bezirk firmiert künftig unter dem Namen Neckar-Fils. Das beschlossen die Vertreter der Vereine beim Gründungsbezirkstag in Ohmden vor wenigen Tagen. Die ehrenamtlichen Aufgaben wurden neu verteilt. An der Spitze des großen Bezirks steht als Vorsitzender weiter Bernd Scholz (TSV Weilheim), der dieses Amt zuletzt in Esslingen und Staufen ausgeübt hatte. Sein Stellvertreter ist Thomas Jäger (TTC Esslingen), Bezirksjugendvorsitzender ist Daniel Händler (TV Bezgenriet).
Für den Spielbetrieb bringt die Fusion Veränderungen mit, wenn auch die regionale Zuteilung in den Kreis- und Bezirksspielklassen vorerst möglichst beibehalten wurde, wie Thomas Jäger in seiner Funktion als Ressortleiter Mannschaftssport beim Bezirkstag verdeutlichte. Einzig an den Rändern der bisherigen Bezirke und in Gruppen wie der neu eingeführten vierten Bezirksklasse kann es zu mehr Durchmischungen kommen. Diskussionen gab es bei der Frage, ob der Freitag
zukünftig für alle ein verpflichtender Spieltag sein sollte. Im Bezirk Esslingen war das bisher der Fall gewesen, in Staufen nicht. Letztlich einigten sich die Vereine auf einen Kompromiss, der es den meisten ermöglicht, an den gewohnten Regelungen festzuhalten.
Mit der Bezirksoberliga gibt es auch ein neues Bezirksoberhaus. Diese ersetzt die bisherige Landesklasse, die als unterste Verbandsspielklasse mit Mannschaften aus den Bezirken Esslingen und Staufen besetzt war. Außer dem Namen ändert sich für die Teams also nicht viel.
Eine große Umstellung gibt es jedoch für die Mannschaften, die auf Verbandsebene unterwegs sind. Die beiden bisherigen Bezirke zählten zum Nordteil des Verbands, durch die Strukturreform wurde der neue Bezirk dem Bereich Südost zugeteilt. Das heißt: Die Neckar-Fils-Teams treffen in der
Landesliga, Gruppe 3, künftig auf Gegner aus dem neuen Bezirk Alb, der sich größtenteils über die Landkreise Reutlingen, Tübingen und Zollern-Alb erstreckt. In der Verbandsliga Südost kommen die neuen Bezirke Ostwürttemberg und Oberschwaben, die gemeinsam die Landesliga Gruppe 4 bilden, noch hinzu. Los geht es für die Vereine mit dem ersten Spieltag am Wochenende vom 18. bis 20. September.

