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Pressemitteilung  

Bezirkstag Erwachsene und Jugend 2026

(tho) 64 Vereine und 3 783 Spielberechtigte – auf diesen gemeinsamen Nenner bringt es der neue Tischtennisbezirk Böblingen-Schwarzwald, der aus rechtlicher Sicht bereits zu Jahresbeginn fixiert wurde. Die Silberdistelhalle in Egenhausen war nun der – durchaus historische - Austragungsort für die erste Zusammenkunft der Vereinsvertreter aus den beiden bisherigen Bezirken. In knapp drei Stunden wurden beim Gründungs-Bezirkstag vor 119 Delegierten im Jugend- und Erwachsenenbereich die Weichen für die erste gemeinsame Saison 2026/2027 des drittkleinsten der zwölf Bezirke im Gebiet von Tischtennis Baden-Württemberg (TTBW) gestellt.

 

Dass die ersten Punkte im Schnelldurchlauf abgehandelt werden konnten, lag an der guten Vorarbeit in den jeweiligen Ausschüssen, die die Jahresberichte bereits im Vorfeld verteilt hatten. Im weiteren Verlauf der harmonischen Sitzung wurde die neue Bezirksordnung (bei einer Gegenstimme) verabschiedet, die zu einem Großteil auf der bisherigen Ordnung des Bezirks Böblingen basiert. Einstimmig verabschiedet wurde die neue Bezirkskostenordnung, die mit erhöhten Zuschüssen, der Übernahme der Hallenmiete und möglichst gering gehaltenen Startgeldern bei der Ausrichtung von Veranstaltungen einhergeht. 

Im Pokalwettbewerb werden die Spielklassen zukünftig erst in zwei Gruppen eingeteilt, aus jeder Gruppe werden dann jeweils zwei Teilnehmer für das Bezirkspokal-Final Four ermittelt. Die Pokalsieger der Klassen A bis C qualifizieren sich für den Regionspokal. Im Spielbetrieb der Erwachsenen wird nun auch im Altbezirk Schwarzwald die Sollstärke der Ligen zur Saison 2027/2028 auf neun Mannschaften reduziert. „Die Sollstärke analog des Verbands gleich auf acht Mannschaften zu reduzieren, erachten wir als zu krass“, meinte Michael Kocheisen, der bisherige Vorsitzende des Bezirks Schwarzwald. Höchste Liga im Bezirk ist zukünftig die Bezirksoberliga (ehemals Landesklasse), direkt darunter formieren sich zwei Bezirksligen (Nord und Süd). „Wir disqualifizieren uns mit der Reduzierung innerhalb der Ligen, neun Spiele pro Halbrunde sollten eigentlich für jeden möglich sein“, gab sich Frank Metzler (SV Oberkollbach) als Verfechter der bisherigen Struktur aus. Zudem verwies er auf die Konsequenzen in Form eines verstärkten Abstiegs, was Mannschaftssport-Ressortleiter Leon Diehl (SV Leonberg/Eltingen) allerdings durch die Einführung einer vierten Bezirksklasse entkräftete. „Die Spielplanerstellung ist einfacher, es gibt weniger kampflose Spiele“, nannte Diehl zwei Vorteile der reduzierten Ligen. Mehrheitlich bei sieben Gegenstimmen und vier Enthaltungen sprach man sich für die Neunerligen aus. 

 

Ebenfalls eine deutliche Mehrheit fand das Spielsystem in Ligen mit vier Mannschaften: Hier wird zukünftig auf sieben Gewinnpunkte im sogenannten Dietze-Paarkreuzsystem gespielt. In der Relegation wird nach dem Modus „Jeder gegen jeden“ gespielt, wobei zuerst die beiden Aufstiegsanwärter aufeinandertreffen und der Sieger der Partie am Ende das dritte Spiel gegen das Team aus der oberen Liga bestreitet. Einstimmig wurden die Durchführungsbestimmungen verabschiedet.  

Auf Grund der gesunden Finanzlage wird im kommenden Spieljahr auf die Bezirksumlage verzichtet. Ebenfalls positiv: „Der Tischtennisverband verzeichnet einen leichten Zuwachs von einem Prozent, also 116 Spielberechtigten“, verwies TTBW-Präsident Rainer Franke auf nunmehr 52 448 Spielberechtigte. In Bereich der Mannschaftsmeldungen konnte ein Plus von 3,6 Prozent mit jetzt 4 526 Teams erzielt werden. 

 

Nach der separaten Entlastung der bisherigen Bezirksausschüsse erfolgte die Neuwahl der Amtsträger für die kommenden zwei Jahre. Neuer Bezirksvorsitzender ist der 69-jährige Hans Martin, der bereits seit einigen Jahren Abteilungsleiter und Vorstandsmitglied beim TV Calmbach ist. „Ich habe mir eigentlich vorgenommen, mit bald 70 Jahren meine Ehrenämter sukzessive abzugeben“, gab der bisherige Pokalspielleiter im Schwarzwald zu, „da sich aber niemand für das Amt des Bezirksvorsitzenden fand, erkläre ich mich als Übergangslösung dafür bereit.“ Im gleichen Atemzug betonte er aber auch: „Wenn ich etwas anpacke, dann lasse ich es nicht einfach schleifen, sondern versuche die Aufgabe möglichst gut zu machen.“ 

 

Ebenfalls einstimmig gewählt wurden Thomas Halbmann (Ressortleiter Finanzen, TTF Althengstett), Achim Pusskeiler (Pokalspielleiter, FSV Deufringen), Isabell Mayer (Schriftführerin, TV Oberhaugstett), Leon Diehl (Ressortleiter Mannschaftssport, SV Leonberg/Eltingen), Gerd Arnold (Ressortleiter Senioren, SV Böblingen), Ralph Decker (Ressortleiter Damen, TSV Altheim), Michael Kocheisen (Ressortleiter Einzelsport, SSV Schönmünzach), Thomas Holzapfel (Ressortleiter Öffentlichkeitsarbeit, TTV Gärtringen), Thomas Verleih (Kassenprüfer, SpVgg Weil der Stadt) und Uwe Flik (Kassenprüfer, TTF Althengstett). Ressortleiter Schiedsrichter ist Charly Koch (TTV Gärtringen). Vakant sind die Positionen des stellvertretenden Bezirksvorsitzenden sowie der Ressortleiter Ausbildung/Lehre und Neue Medien. Nach 30-jähriger Tätigkeit als Ressortleiter Finanzen im Bezirk Böblingen wurde Jürgen Kersten (FSV Deufringen) mit großem Applaus in den Ehrenamts-Ruhestand verabschiedet.

 

Folgende Personen bilden den Bezirksjugendausschuss: Jens Uwe Renz (Bezirksjugendvorsitzender, TT Schönbuch), Simon Pfarre (stellvertretender Bezirksjugendvorsitzender und Pokalspielleiter, TT Altburg), Manuela Eisenbeis (Ressort Einzelsport, TTC Mühringen), Emanuel Egger (Ressort Einzelsport, SV Böblingen), Pong Yeung (Ressort Mannschaftssport, SV Leonberg/Eltingen), Jan Armbruster (Ressort Mannschaftssport, CVJM Grüntal), Axel Pachlhofer (Minimeisterschaften, TTC Egenhausen), Michaela Hueck (Minimeisterschaften, SpVgg Renningen), Thomas Verleih (U 15-Meisterschaften, SpVgg Weil der Stadt), Frederik Horn (Bezirkstraining, FSV Deufringen) und Thomas Stegemann (Jahrgangsrangliste, SV Böblingen). 

Der erste Spieltag der neuen Saison ist am 19. September, die Bezirksmeisterschaften der Jugend finden am 10./11. Oktober in Sindelfingen statt. Für die Titelkämpfe der Erwachsenen am 7./8. November wird noch dringend ein Ausrichter gesucht. Das Pokal-Final Four findet am 31. Januar in Weil im Schönbuch statt. Weitere Ausrichter werden noch für Bezirksranglisten im Erwachsenen- und Jugendbereich gesucht. 

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