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Sportentwicklung

Serie Teil III: Ehrenamtliches Engagement

In einer kleinen Serie werden wir bis Weihnachten jede Woche Tischtennisfreundinnen und –freunde im Ehrenamt vorstellen und aufzeigen, wie vielfältig und wichtig diese Arbeit für unseren Sport ist. Im dritten Teil der Serie: Leon Diehl, der nicht nur für seinen Verein, den SV Leonberg/Eltingen, sondern auch als Ressortleiter Mannschaftssport im Bezirk Böblingen aktiv im Sinne unseres Sports ist.

Hallo Leon, Tischtennis-Spieler seit vielen Jahren, ein FSJ im TTVWH, es ist fast logisch, dass Du Dich vielfältig für unseren Sport engagierst, oder?

Das sollte man meinen, ja, aber vieles wäre nicht so gekommen, wenn nicht andere Engagierte auf mich zugekommen wären. Ein einfaches „Hast du Lust?“, zwei, drei Hilfestellungen für den Anfang und schwupps, schon hatte ich mich engagiert. Dann wiederholt man den Vorgang ein paar Mal und kaum blinzelt man einmal, findet man sich in diesem Interview wieder. Kleiner Spaß, ich freue mich natürlich sehr, über meine Tätigkeiten ein wenig berichten und meine Erfahrungen teilen zu können.

Eigentlich sollte es logisch sein, sich zu engagieren, schließlich trägt jeder Tischtennisspieler einen kleinen Teil zum großen Ganzen bei. Aber selbstverständlich ist es keinesfalls, viele Menschen hätten an meiner Stelle abgelehnt. Das kann ich auch irgendwo nachvollziehen, heutzutage hat unsere Gesellschaft so viele Möglichkeiten, sich die Zeit zu vertreiben, dass das Ehrenamt leider immer unattraktiver wird. Ich denke aber, dass man gerade im Sport am einfachsten aktiv werden kann. Tischtennis, der Sport der Individuen und der Freigeister, wird am spannendsten, wenn genau diese Individuen aufeinandertreffen und voneinander lernen. So war es bei mir, und ich bereue nichts davon. Also ja, eigentlich logisch, dass ich mich engagiere.

Welche Ehrenämter übst Du zurzeit aus?

Ich bin aktuell auf drei Ebenen aktiv: Zum Einen natürlich in meinem Heimatverein SV Leonberg/Eltingen, dort bin ich Jugendtrainer und stellv. Jugendleiter, zusätzlich noch Mannschaftsführer unserer vierten Herrenmannschaft. Zum Anderen bin ich nun seit fast zwei Jahren, wie bereits angesprochen, Ressortleiter für den Mannschaftssport im Bezirk Böblingen.

Durch mein FSJ beim TTVWH in der Saison 2017/2018 kam ich irgendwann auch zum Landesstützpunkt Böblingen und trainiere dort Baden-Württembergs Nachwuchstalente unter der führenden Hand von Landestrainerin Evelyn Simon und unserem Sportdirektor Sönke Geil sowie Sportentwicklungs-Referent Markus Senft.

Wie viele Stunden pro Woche investierst Du für Tischtennis?

Das ist bei mir tatsächlich vergleichbar mit einem Minijob, es variiert immer von Woche zu Woche zwischen 10 und 20 Stunden. Neben meinem Studium muss ich natürlich aufpassen, wo die Prioritäten liegen (sollten), aber das bekomme ich bisher noch ganz gut hin. Die meiste Zeit, die ich in Tischtennis investiere, verbringe ich in der Sporthalle, sei es als Trainer oder an Wochenenden als Coach. Dazu kommt die wöchentliche Kommunikation mit den Jugendspielern im Verein, den Bezirksmitarbeitern und hin und wieder auch mit den alten Kollegen in der Geschäftsstelle in Stuttgart.

Was reizt Dich an Deinen Ehrenämtern?

Definitiv die Liebe zu unserem Sport. Ich habe vor circa 11 Jahren mit Tischtennis angefangen und lerne jeden Tag aufs Neue, wie mich dieser Sport und vor Allem die Community, die dahintersteckt, bereichert.

Je mehr man in der Gegend herumkommt und mit verschiedenen Alters-, Leistungs- und Sozialgruppen interagiert, desto mehr erfährt man, wie vielseitig solche Gruppen sein können. Man lernt aber auch extrem viel über sich selbst und wird offener für neue Erfahrungen.

Es hat auch sehr viel Zeit gebraucht, herauszufinden, was mir wirklich Spaß macht und was ich lieber Anderen überlassen würde. Für manche Tätigkeiten kann ich mich einfach nicht so sehr begeistern wie zum Beispiel für das Coaching, aber ich kann nur jedem empfehlen, so viel wie möglich auszuprobieren und sich ein eigenes Bild zu machen. Nur so findet man seinen richtigen Weg und kann einen wertvollen Beitrag dazu leisten, dass unser Sport ein Stück attraktiver wird.

Leon, wir wünschen Dir weiterhin viel Erfolg und ein gutes Händchen bei Deiner Arbeit!

Das Interview führte Dirk Lion

Foto: Privat

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